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Ausgabe 08 – 09/1999 | als PDF herunterladen | Printausgabe gratis
Themen in dieser Ausgabe: • Die wichtigsten Nährstoffe für ältere Menschen
• Natürliche Hilfe bei Venenleiden
Wichtige Nährstoffe für ältere Menschen – gemäß den Empfehlungen von Dr. A. Hoffer Dieser
Artikel befaßt sich mit den Erkenntnissen die Dr. Abram Hoffer,
ein Pionier der orthomolekularen Medizin, im Bezug von
Altersleiden und unzureichender Nährstoffversorgung bereits in den 50er
Jahren gemacht hat. Im zweiten Teil erfahren Sie mehr über die
Linderung von Venenleiden mit Hilfe natürlicher Pflanzenextrakte.

Die wichtigsten Nährstoffe für ältere Menschen, gemäß den Empfehlungen von Dr. Abram Hoffer Als
der kanadische Arzt und Psychiater Dr. Abram Hoffer, einer der Pioniere
der orthomolekularen Medizin, Anfang der 50er Jahre zu einem
3-monatigen Studienaufenthalt nach Europa aufbrach, besuchte er
noch seine Eltern, die auf der Familienfarm der Hoffers in
Saskatchewan lebten, um sich von ihnen zu verabschieden. Seine
Mutter, Clara Hoffer, war damals 67 Jahre alt. In seinem -
leider noch nicht in deutscher Sprache vorliegenden – Buch
“Smart Nutrients, A Guide to nutrients that can prevent and reverse
Senility” – (deutsch also sinngemäß: Nährstoffe, die Senilität
verhindern und bessern können) beschreibt Dr. Hoffer eindrücklich und
mit dem kühlen Blick des Mediziners, wie er seine Mutter vorfand:

“Ohne Frage hatte sie körperliche und mentale Probleme; darunter der
teilweise Verlust des Sehvermögens auf einem Auge, Gedächtnisschwäche
und geschwollene, schmerzende Gelenke.Sie hatte auch ihr Interesse an
dem, was vor sich ging, verloren; vergaß Namen, Adressen und
Telefonnummern. Sie wiederholte Dinge, die sie schon gesagt hatte,
vergaß Ereignisse, die vor kurzem passiert waren. Sie hatte lebhafte
Erinnerungen an Geschehnisse aus ihrer Kindheit und Jugend; ihr
Verhalten war unflexibel, alles mußte nach strengen Gewohnheiten
ablaufen. Kurz gesagt, sie zeigte die typischen Anzeichen einer
beginnenden Senilität.”
Die altersbedingte Abnahme geistiger Fähigkeiten, von der so viele
ältere Menschen betroffen sind, galt zu dieser Zeit noch als
unumkehrbar (im Grunde, schreibt Dr. Hoffer, denken viele Mediziner
auch heute noch so). Offensichtlich erwartete seine Mutter Hilfe von
ihrem Sohn.
Dr. Hoffer hatte zu diesem Zeitpunkt über zwei Jahre mit ermutigenden
Erfolgen hochdosiertes Vitamin B 3 (Niacin) bei seinen
Schizophrenie-Patienten eingesetzt und das Vitamin auch selber
verwendet.
Die cholesterin- und triglizeridsenkenden Eigenschaften von Niacin
waren damals noch nicht bekannt, die anti-arthritischen Eigenschaften
von Niacin waren erst kurz vorher von Dr. William Kaufman entdeckt
worden.
Dr. Hoffer entschloß sich, seiner Mutter Niacin zu verabreichen. Er gab
ihr einen Vorrat für 3 Monate und wies sie an, ein Gramm Niacin
nach jeder Mahlzeit zu nehmen. Zugleich machte er sie auf die zu
erwartende typische Reaktion nach der Niacin-Einnahme aufmerksam, den
bekannten “Niacin-Flush”. Das ist eine etwa 10 Minuten nach der
Einnahme einsetzende Hautrötung, vor allem im Gesicht und an den Armen,
verbunden mit einem Hitzegefühl, Prickeln und Brennen der Haut. Der
Niacin-Flush (ausgelöst durch eine vermehrte Ausschüttung von
Histamin im Körper) ist harmlos, wenn auch unangenehm; er vergeht nach
20 bis 30 Minuten und übrigens auch, wenn sich der Körper an die
tägliche Niacin-Aufnahme gewöhnt hat.

Etwa 6 Wochen später erhielt Dr. Hoffer einen fröhlichen und
begeisterten Brief von seiner Mutter. Sie schrieb, daß sie sich viel
besser fühle und ihr Sehvermögen wiedergekommen sei. Die sie plagende
Neuralgie in Armen und Beinen war vollständig verschwunden. Ihr
Gedächtnis sei wieder normal. Die arthritischen Schmerzen hätten
aufgehört und die vier kleinen arthritischen Verdickungen an den
Finger-Enden (sogenannte Heberden-Knoten) hatten begonnen, sich
zurückzubilden.
Dr. Hoffer beschreibt, daß er den Brief mit sehr gemischten Gefühlen
gelesen habe. Er konnte es einfach nicht glauben und befürchtete, daß
seine Mutter sich Illusionen über ihren Gesundheitszustand mache.
Skeptisch vermutete er, daß ihre Fortschritte nur der Ausdruck eines
gewaltigen Placebo-Effektes sein könnten. Schließlich hatte er gelernt,
daß sich Heberden-Knoten niemals zurückbilden.
Als er seine Mutter im Juli 1954 wiedersah, war ihm sofort klar, daß
ihre erstaunliche Besserung real war. Er schreibt: “Clara war fröhlich,
entspannt, locker und geistig wach. Sie reagierte mit genauen Antworten
auf alle Fragen und bewegte sich wie eine junge Frau. Die Arthritis,
die begonnen hatte, ihre Hände und Hüften zu verformen, war
verschwunden. Ihre Hände waren beweglich und schmerzfrei. Die
Heberden-Knoten waren verschwunden. Ihre Gelenke waren weicher und
flacher und die knochigen Erhebungen an ihren Fingern waren
zurückgegangen.
Dr. Hoffer endet seinen Bericht:
“Clara Hoffer blieb in guter gesundheitlicher Verfassung bis 1975, als
sie an den Folgen eines Schlaganfalles im Alter von 87 Jahren verstarb.
In diesen 21 Jahren bis zu ihrem Tod nahm sie weiter regelmäßig Niacin,
und zwar 1 - 4 Gramm pro Tag, dazu Vitamin C, Vitamin E und andere
Nährstoffe, (diese sind weiter unten aufgeführt, / Red.) als Teil ihres
Ernährungsprogramms zum Schutz vor Senilität. Clara führte in dieser
ganzen Zeit ein tätiges Leben. Sie nahm an allen familiären und
sozialen Aktivitäten teil und schrieb ihre Lebenserinnerungen. Zusammen
mit ihrer Tochter veröffentlichte sie noch zwei weitere Bücher, von
denen eins die ersten Jahre ihres Farmlebens beschrieb. Das andere
handelte von den landwirtschaftlichen Experimenten ihres Mannes in
Europa und Saskatchewan, wo sich die Familie 1905 niedergelassen hatte.
Ich bin sicher, daß Niacin meine Mutter vor Senilität, körperlichem
Niedergang, Unsicherheit und dem Schrecken, in einem Pflegeheim leben
zu müssen, bewahrt hat. Niacin, kombiniert mit bestimmten anderen
Mikronährstoffen, erlaubte ihr zu altern, ohne senil zu werden.”
Rückblick Gehen wir
zurück zu den Ereignissen im Jahre 1954. Man kann sich leicht
vorstellen, welchen inneren Aufruhr die unerwartete Heilung
seiner Mutter in Dr. Hoffer hervorrief. Ein krankhafter Zustand, senile
Demenz (Altersschwachsinn), von dem er als ausgebildeter Mediziner
“wußte”, daß er irreversibel ist, schien plötzlich – gegen alle
ärztliche Erfahrung – umkehrbar zu sein.
Er sagte sich, wenn eine Person auf die Verabreichung von Niacin so
positiv reagierte, dann würden es auch andere tun. Dies war der
Ausgangspunkt für Dr. Hoffers intensive und langjährige
Forschungen über den Zusammenhang von Niacin (und anderen Nährstoffen)
auf der einen Seite und Senilität (und anderen altersbedingten Leiden)
auf der anderen Seite. Seine Forschungen bestätigten das, was er
anfangs nur vermutete: Niacin-Supplementierung stellt eine
wirksame Therapie gegen Senilität dar und sollte stets ein bedeutsamer
Teil der Behandlung von mentalen Alterskrankheiten sein.
“Altern ist unausweichlich”, sagte er später, “aber Senilität
nicht. Senilität ist eine Krankheit, kein mit dem Altern unvermeidlich
verbundener Vorgang. In den meisten Fällen wird Senilität von
jahrelanger Fehlernährung verursacht, für die vor allem die
Gesellschaft, die Nahrungsmittelindustrie und der Verbraucher selbst
verantwortlich sind.”
Konsequent entwickelte er – anhand seiner reichen ärztlichen
Erfahrungen mit Patienten sowohl im Anfangsstadium
altersbedingten mentalen Abbaus bis hin zu Patienten mit
fortgeschrittenem oder voll ausgeprägtem Altersschwachsinn – ein
Ernährungsprogramm zur Verhütung und Behandlung von Senilität. Er
befragte orthomolekular arbeitende Kollegen und studierte alle
verfügbare wissenschaftliche Literatur zu diesem Thema. Er faßte diesen
Teil seines Programms so zusammen:
“Die Menschen sollten orthomolekulare Ernährung (d. h. die ausreichende
und tägliche Versorgung mit Mikronährstoffen) praktizieren, um eine
optimale Gesundheit zu gewährleisten. Orthomolekulare Ernährung besteht
darin, die Nahrung mit den Substanzen zu ergänzen, die natürlicherweise
im menschlichen Körper vorhanden sind. Viele dieser Substanzen,
einschließlich Vitamine, Mineralstoffe, Aminosäuren, essentiellen
Fettsäuren und andere, werden von außen zugeführt, und zwar über die
Nahrungsmittel oder über entsprechende Nährstoff-Präparate. Tausende
anderer Substanzen, zum Beispiel Coenzym Q 10, L-Carnitin,
Apoprotein A und andere Proteine werden in den Körperzellen selbst
gebildet. Optimale Gesundheit und die beste Widerstandskraft gegen
Krankheiten werden erreicht, wenn alle diese Substanzen in der
optimalen Menge im Körper anwesend sind und für die
Stoffwechselvorgänge zur Verfügung stehen.

Leider nehmen die Menschen, gerade in unseren westlichen,
industrialisierten Ländern, nur selten die optimalen Mengen
orthomolekularer Substanzen auf. Die Aufnahme der meisten
Vitamine ist zum Beispiel niedriger als die erwünschte Menge und auch
die körpereigene Synthese vieler benötigter Substanzen erfolgt auf
einem suboptimalen Niveau. Deshalb kann die Verwendung entsprechender
Nährstoff-Präparate zu einer Verbesserung der Gesundheit führen, zumal
diese oft mit einer Anregung für die körpereigene Bildung
lebenswichtiger Substanzen verbunden ist.”
Ausführlich erläutert Dr. Hoffer die Bedeutung einer vollwertigen
Ernährung. Die verwendeten Speisen sollen nicht nur nährstoffreich,
sondern möglichst unverarbeitet sein. Industriell verarbeitete
Nahrungsmittel lehnt Dr. Hoffer vollständig ab, weil diese Nahrung
nicht nur vitalstoffarm ist, sondern den Organismus aufgrund der
veränderten Molekularstruktur, der bei der Verarbeitung oft verwendeten
Hilfsmittel schädigen kann. Er nennt diese Nahrungsmittel “Artefakte”
(ein Artefakt ist ein Kunsterzeugnis). Es wäre wirklich lohnend, darauf
im einzelnen einzugehen (und vielleicht kann dies in einem folgenden
Aufsatz einmal geschehen). Jedenfalls ist wichtig festzuhalten, daß
eine nähr- und ballaststoffreiche Ernährung (ebenso wie z. B.
körperliche Bewegung) zu den wesentlichen Voraussetzungen einer
erfolgreichen Behandlung von vorzeitigen Alterserscheinungen gehört. Wo
eine solche Ernährung nicht gewährleistet werden kann, wird -
zusätzlich zu den oben angegebenen Stoffen - eine Grundversorgung mit
einem gut dosierten und breitgefächerten Multi-Präparat erforderlich
sein.
(Die Anwesenheit der anderen Vitamine, Mineralstoffe und
Spurenelemente, die am besten durch natürliche Nahrungsmittel und –
hilfsweise – durch ein Multi-Vitamin/Mineral-Präparat gesichert werden
soll, ist auch für die Verträglichkeit und optimale Verwertung
der oben aufgeführten spezifischen Nährstoffe nötig.)
Welche Nährstoffe (und in welcher Dosierung)
hält Dr. Hoffer für besonders wichtig in der Behandlung
und der Verhütung von Senilität?
Empfohlene Dosierung von Vitaminen und Mineralien
zur Verhütung und Behandlung von Senilität (nach Dr. Abram Hoffer)
Vitamin Vitamin B 3
(Niacin)
Vitamin B 1
(Thiamin)
Vitamin B 5 (Pantothensäure)
Vitamin B 6
(Pyridoxin)
Vitamin C
Vitamin E
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Alter
20-29 30-39 40-49
50+
20-80+
20-80+
20-80+
20-64
65+
20-65+
| empfohlene Tagesdosis
100 mg nach j. Mahlzeit
300 mg nach j. Mahlzeit
500 mg nach j. Mahlzeit
1.000 mg n. j. Mahlzeit
250 mg tägl. (verteilt)
250-750 mg tägl.
500 mg tägl.
1-3 g tägl.
3-9 g tägl.
800-1.600 i.E. tägl.
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Mineral
Calcium
Magnesium
Zink
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empfohlene
Tagesdosis
1.000-2.000 mg tägl.
300-100 mg tägl.
30-100 mg tägl.
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(Der
persönliche Bedarf schwankt innerhalb der angegebenen Bandbreite. Dr.
Hoffer erwartet, daß die Patienten ihre individuelle optimale Dosierung
mit der Zeit selber herausfinden.)
Weiterhin empfiehlt Dr. Hoffer Vitamin A, wenn Probleme mit den Augen
oder der Haut vorliegen; Vitamin D3, wenn der Calcium-Stoffwechsel
gestört ist; Vitamin K, wenn Blutergüsse oder blaue Flecken leicht
auftreten oder nicht abheilen wollen; Folsäure und Vitamin B 12, wenn
die Blutwerte für diese Vitamine niedrig sind.
Empfohlene Dosierungen von Mineralstoffen zur Verhütung und
Behandlung von Senilität (nach Dr. Abram Hoffer)
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Anti-Aging Die
Erforschung des altersbedingten mentalen Abbaus hat in den letzten
Jahren vor allem in den USA einen ungeheuren Aufschwung genommen.
Unentwegt werden die Senioren mit Anti-Aging (“Gegen das Altern”)
Programmen beglückt. Wirklich substanziell Neues findet sich dabei
nicht immer.
Allerdings werden doch einige bekannte Grundzüge bestätigt, die für
Langlebigkeit und Erhaltung der körperlichen und geistigen
Leistungsfähigkeit im Alter unentbehrlich sind. Da ist zunächst die
körperliche Betätigung, sei es durch Arbeit oder Sport und Training.
Hierbei kommt es weniger auf Höchstleistungen als auf Regelmäßigkeit
und Beständigkeit an. Die zweite Grundvoraussetzung ist ein gesunder
Lebens- und Ernährungsstil, die Vermeidung von schädlichen Gewohnheiten
und - soweit möglich - Umweltrisiken. Ganz unbezweifelbar ist die Rolle
der Ernährung.
Den Alten wird zwar immer geraten, weniger zu essen, aber meistens wird
dabei vergessen, daß sie, wenn nicht mehr, doch mindestens ebenso viele
der lebenswichtigen Nährstoffe benötigen, um die volle
Funktionsfähigkeit der Organe zu erhalten. Der Ernährungsstatus ist
also ein Hauptfaktor, wenn man die mentalen Funktionen bei älteren
Menschen bestimmen will.
Jeder Nährstoffmangel kann im Grunde zu einer Verschlechterung der
mentalen Funktionen führen. Ein besserer Ernährungsstatus bedeutet
bessere Gedächtnisleistungen, bessere Konzentrations- und
Denkfähigkeit. Dementsprechend bedeutet die Behebung von Fehl- und
Mangelernährung bereits oft, dass (dadurch) die normalen mentalen
Funktionen wiederhergestellt werden können.
Die Nährstoffwissenschaftler haben in den letzten Jahren
herausgefunden, dass einige Mikronährstoffe die Gehirnfunktionen und
die Energieausbeute der Hirnzellen steigern können. Ein Nachlassen der
mentalen Fähigkeiten ist nämlich häufig verursacht durch Fehlen oder
Funktionsstörungen von Neurotransmittern. Das sind die Botenstoffe, die
für die reibungslose Kommunikation der Gehirnzellen untereinander
erforderlich sind.
Eine wesentliche stoffliche Grundlage dafür liefert die Substanz
Acetylcholin. Wenig Acetylcholin bedeutet wenig Kommunikation der
Gehirnzellen, d. h. verminderte mentale Leistungsfährigkeit. Der Körper
bildet Acetylcholin aus verschiedenen Vorstufen, von denen Cholin und
das im Lecithin enthaltene Phosphatidylcholin die wichtigsten sind.
Beide Substanzen sind als Nährstoff-Präparate verfügbar; man nimmt
2.500 mg (oder mehr) Cholin und 10 g (oder mehr) Lecithin.
Phosphatidylserin (100 - 300 mg täglich), ein weiterer Bestandteil des
Lecithins, stellt sicher, daß die Zellmembran Glucose und andere
Nährstoffe in die Zelle läßt. Geschieht das nicht, ist ein mentaler
Abbau die Folge. Phosphatidylserin (PS) gilt als gegenwärtig
potentester Nährstoff gegen Hirnalterung. Wie J. van Lunteren mitteilt,
wurde in Versuchen bewiesen, dass PS die Hirnleistung alter Tiere über
das Niveau junger Tiere anheben konnte. (Calderini et al., Annals New
York Academy of Sciences, 1985, S. 504-506).
In einer Studie an Alzheimer-Patienten (Amaducci, Psychopharmacology
Bulletin, Vo. 24., No. 1, S. 130 -134) verbesserte PS Gedächtnis und
Hirnleistung. “Das Wirkprinzip” schreibt van Lunteren “beruht darauf,
dass die wichtigen Neurochemikalien Dopamin und Acetylcholin durch den
Einfluß von PS effizienter verstoffwechselt werden. Das Mittel wirkt
gegen Streß, stärkt das Immunsystem und hilft gegen leichte bis
mittelschwere Depressionen.”
Die mentale Leistungsfähigkeit wird auch erhalten oder
wiederhergestellt, wenn die Energieproduktion der Zellen im
Gehirn erhöht wird. Diese hängt mit der Glucose-Verwertung der
Nervenzellen zusammen. Im Alter führt die geringere Zuckerverwertung zu
nachlassender Energieproduktion der Zellen und in der Folge zu einer
Anhäufung von Zellrückständen (Schlacken), die die
Funktionseinschränkung und schließlich das Absterben der Nervenzellen
zur Folge haben können.
Nährstoffe, die die Energetisierung der Nervenzellen begünstigen, sind
vor allem das NADH (Tagesdosierung 5 - 10 mg), Coenzym Q 10 (100 - 200
mg), L-Carnitin (1000 mg täglich) und Vitamin B 12 (1000 - 2000 mcg.)
Vitamin B 12 ist zusammen mit Folsäure beteiligt an der Bildung
verschiedener Neurotransmitter und auch in der Neubildung von
Nervenzellen. Man hat festgestellt, daß die Vitamin-B-12-Spiegel z. B.
bei Alzheimer-Patienten besonders niedrig sind und daß erhöhte Gaben
von Vitamin B 12 Funktionsstörungen, die auf B-12-Mangel zurückzuführen
sind, vollständig ausgleichen können.
Häufig ist der Abbau der mentalen Fähigkeiten verbunden mit
Gemütsveränderungen, die von Unlust, Stimmungsschwankungen und
Niedergeschlagenheit bis hin zu dauernder Melancholie und Depressionen
reichen. Die Zufuhr von Vitamin B 1 (Thiamin) in hohen Dosierungen (1 -
3 g täglich oder mehr) kann oft eine erstaunliche Stimmungsverbesserung
bewirken. Auch die Aminosäure L-Tyrosin (2 x 500 mg täglich) zeigt bei
vielen Betroffenen eine günstige, stimmungsaufhellende Wirkung. Durch
Tyrosin wird die Bildung von Endorphinen im Gehirn begünstigt. Diese
“Glückshormone” sind körpereigene Substanzen, die schmerzstillende und
antidepressive Wirkungen haben.
Weiteres Thema in dieser Ausgabe:
Natürliche Hilfe bei Venenleiden



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