![]() Ausgabe 13 - 12/2000 | als PDF herunterladen | Printausgabe gratis Themen in dieser Ausgabe: • Bluthochdruck – Volkskrankheit Hypertonie • Bluthochdruck und Ernährung Bluthochdruck – Volkskrankheit HypertonieDiese Ausgabe befaßt sich mit einer der häufigsten Volkskrankheiten Bluthochdruck (Hypertonie) und zeigt Wege zu einem gesunden Blutdruck auf. Im zweiten Teil behandeln wir den Zusammenhang zwischen Bluthochdruck und Ernährung Blutdruck und seine Funktion im gesunden Körper Von der ersten bis zur letzten Minute unseres Lebens fließt Blut durch alle Gefäße unseres Körpers. Blut selbst, der Saft des Lebens, ist eine stark inhomogene Flüssigkeit. 5 bis 7 Liter Blut fließen durchschnittlich durch unser Gefäßsystem. Normalerweise besteht es zu ca. 40% aus festen Bestandteilen, den Blutzellen. Ca. 60% macht das Blutplasma aus. Im Blutplasma gelöst befinden sich Nährstoffe wie Glukose (Zucker), Fettsäuren und Aminosäuren als Bau- und Energiestoffbasis für alle Körperzellen, aber auch Botenstoffe wie Hormone, Prostaglandine oder Blutsalze wie Natrium, Kalium und Kalzium. Vitalstoffe (Vitamine und Spurenelemente) im Blut sind die Kofaktoren für zelluläre Energiegewinnungsprozesse. Zugleich werden Vitalstoffe für die Abwehr von freien Radikalen dringend benötigt. ![]() Das in den roten Blutzellen befindliche Hämoglobin trägt den Sauerstoff in die einzelnen Körpergewebe. Nährstoffe, Vitalstoffe und Sauerstoff sind die Basis für die körperliche Gesundheit. Damit das Blut seiner Transport- und Versorgungsfunktion gerecht werden kann, muß es ungehindert bis ins Kapillargebiet gelangen. Dazu ist neben einer guten Fließfähigkeit ein bestimmter Druck, der Blutdruck erforderlich. Gemeint ist damit der am Arm mittels einer Blutdruckmanschette gemessene arterielle Druck, der durch die Tätigkeit des Herzes erzeugt wird. Das Ergebnis der Blutdruckmessung gibt zwei Werte an:
Normale Pulswerte sind durch gleich-mäßige Abstände zwischen den einzelnen Schlägen und einer Schlag-zahl von 60 bis 80 Schlägen pro Minute und in körperlicher Ruhe gekenn-zeichnet. Die Teufelsspirale der Bluthochdruckkrankheit (Hypertonie) Der Blutdruck kann krankheitsbedingten Abweichungen unterliegen. Dem zu geringen Blutdruck (Hypotonie) wird medizinisch oft nur dann Aufmerksamkeit geschenkt wird, wenn entsprechende Symptome wie Müdigkeit , Kopfschmerz bzw. Schwäche vorhanden sind. Bluthochdruck (Hypertonie) dagegen erfordert eine konsequente Aufklärung der Ursachen und deren Behandlung. Anders als bei der Hypotonie werden bei der Hypertonie die Gefäßinnenwände (Endothel) durch den zu hohen Druck geschädigt. Diese Schädigungen, Mikrofissuren, werden durch Cholesterin und Kalkeinlagerungen sowie durch Aktivierung von gerinnungsaktiven Substanzen wie z.B. Fibrin zunächst gekittet. Durch diese Reparaturmaßnahme wird eine sofortige Katastrophe vermieden. Die Auswirkung der Notreparatur wird so in die Zukunft verlegt. Die zunächst sinnvollen Ablagerungen von Cholesterin und Kalk und Fibrin verengen das Gefäß. Bestimmte Zellen des Abwehrsystems wollen die Ablagerungen abbauen, wobei sie sich in der Regel “überfressen” und als sogenannte Schaumzellen am Tatort liegenbleiben. Unterschwellige Entzündungsreaktionen laufen im Tatortbereich ab. Das Gefäß wird erneut enger. Körpergewebe, dass von dieser Arterie durchblutet werden müßte, wird nun nur noch minderversorgt. Um eine bessere Durchblutung der Körperorgane zu erreichen wird nun, z.B. durch spezielle Hormone, der Blutdruck erhöht. Damit setzt sich eine teuflische Spirale in Gang. Durch den höheren Druck treten erneut vermehrt Gefäßschäden auf. Diese werden auf die oben beschriebene Art “notversorgt” mit der Folge eines immer geringeren Gefäßquerschnittes und eines weiter steigenden Blutdruckes. Der Zeitzünder tickt ..., der Weg zu Herzinfarkt oder Schlaganfall ist somit freigemacht. Von jetzt an ist es eine Frage der Zeit bis zur Katastrophe. Diagnostische Möglichkeiten Die einfachste und gebräuchlichste Art der Diagnose ist das Messen des Blutdruckes mit einem elektronischen Blutdruckmeßgerät. Doch Vorsicht, meine Praxiserfahrungen zeigen mir, daß viele Geräte zu höheren oder niedrigeren Meßwerten hin abweichen. Mechanische Geräte sind genauer, aber für den Laien schwerer handhabbar. Oft kommen auch Fehlmessungen zustande, wenn Herzrhytmusstörungen vorliegen. Wird dauerhaft ein zu hoher Blutdruck festgestellt oder schwanken die Werte stark, so sollte immer nach den möglichen organischen Ursachen gesucht werden. Diese können sein:
Behandlungsmöglichkeiten der Schulmedizin Wie behandelt die Schulmedizin Bluthochdruck? Es stehen eine Vielzahl chemischer Stoffe zur Verfügung, die im wesentlichen auf folgenden Wirkmechanismen im Körper beruhen:
Naturheilkundlicher Behandlungsansatz Die wichtigsten Voraussetzungen zur Stabilisierung der Blutdrucksituation bestehen in einer gesunden Lebensweise mit ausgeglichenem Biorhytmus und dem ausreichenden Angebot von Vitalstoffen. Dazu zählen Vitamine, Mineralstoffe, essentielle Fettsäuren und Aminosäuren. Auch Pflanzenstoffe (Phytotherapie) oder Homöopathie können von großem Nutzen sein. Sie haben die entscheidenden Trumpfkarten selbst in der Hand. Hier eine Auswahl von herzaktiven Stoffen der Naturheilkunde:
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