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Ausgabe 44 NWzG 08/2010 Langfristige Gewichtsreduktion durch gezielte Nährstoffgabe

 
   

Ausgabe 03 – 06/1998 | als PDF herunterladen | Printausgabe gratis

Thema in dieser Ausgabe:
• Die weibliche Gesundheit

Die weibliche Gesundheit


Dieser Artikel befaßt sich den besonderen Eigenschaften des weiblichen Organismus. Der weibliche Organismus ist für besondere Aufgaben bestimmt, die ist darum auf besondere Vitalstoffe angewiesen.


Die weibliche Gesundheit
Noch nie standen der Frau so viele Möglichkeiten ihrer persönlichen Entwicklung zur Auswahl wie heute. Ob sie sich als Mutter und Hausfrau verwirklicht, eine Karriere anstrebt und voll in dem gewünschten Beruf aufgeht oder ob sie versucht, Kinder zu haben und gleichzeitig eigenes Geld zu verdienen: in den meisten Fällen kann sie die Entscheidung treffen.

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Frauen stehen voll im Leben. Das bedeutet Streß, denn der Alltag stellt - egal, wo wir stehen - meist hohe Anforderungen an unsere dauernde  körperliche und seelische Leistungsfähigkeit.  Streß als Bestandteil eines aktiven Lebens kann gut oder schlecht sein, je nachdem, wie wir damit umgehen können. Wie können wir unsere Belastbarkeit steigern, unsere Kraft und Vitalität so erneuern, daß wir unsere  Aufgaben mit Schwung und Freude angehen?

Eine Antwort  liegt in der optimalen Versorgung mit Vitalstoffen. Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und andere bioaktive Substanzen ermöglichen es dem Organismus, seine Gesundheit, auf die er angelegt ist, voll zu entfalten. Es sind diese Stoffe, die der Körper braucht, um seine Energie zu erzeugen und zu erhalten und sich vor krankmachenden Schäden zu schützen.

Der weibliche Organismus ist schon deshalb besonders auf Vitalstoffe angewiesen, weil  er  in einzigartiger Weise den  Zyklen unterliegt, die sich aus seiner biologischen Bestimmung als Träger neuen Lebens ergeben. Wir wollen an dieser Stelle aber nicht den speziellen Nährstoffbedarf beschreiben, der sich bei einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit ergibt, sondern praktische Hinweise für den Einsatz von Nähr- und Vitalstoffen im „normalen“ Leben geben, also z. B.  bei der Verwendung oraler Verhütungsmittel,  während der Menstruation und  in den Wechseljahren. Nährstoff-Empfehlungen für die Behandlung verbreiteter  gesundheitlicher Probleme, von denen Frauen betroffen sind, schließen sich an.
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Die tägliche Grundversorgung mit Vitalstoffen
Vitamine und andere lebenswichtige Mikronährstoffe sind an sich Bestandteil unserer Nahrung. Wir bleiben gesund, wenn die  Nahrung alle Stoffe enthält, die der Körper zur Erhaltung seiner Struktur und zur Steuerung seiner Funktionen braucht; das ist - lange, bevor es Arzneimittel gab - das „Programm“ der Evolution, nach dem wir arbeiten. Da unsere Nahrung aber einerseits immer weniger Vitalstoffe enthält, andererseits  unser Bedarf an diesen Substanzen durch Umweltbelastungen, Streß usw. erheblich höher ist als früher, kann als eine der  wichtigsten Maßnahmen  zur  eigenverantwortlichen Gesundheitsvorsorge nur geraten werden, die tägliche Versorgung durch ein  geeignetes Multi-Präparat mit bedarfsgerechter Dosierung   sicherzustellen.

Der bekannte amerikanische Arzt Dr. Robert C. Atkins, der über eine reiche und langjährige Erfahrung in der Behandlung von Tausenden Patienten mit Mikronährstoffen verfügt, gibt folgende Empfehlungen für die tägliche Grundversorgung:
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  • Beta-Carotin    3000 - 6000 i.E.
  • Vitamin A    1500 - 3000 i.E.
  • Vitamin B 1    30 - 60  mg
  • Vitamin B 2    25 - 50  mg
  • Niacin    15 - 30 mg
  • Niacinamid    30 - 60 mg
  • Pantothensäure    75 - 150 mg
  • Pantethine    75 - 150 mg
  • Vitamin B 6    30 - 60 mg
  • Folsäure    400 - 4000 mcg
  • Vitamin B6    6 - 12 mg
  • Biotin    225 -  450 mcg
  • Vitamin B 12    180 - 240 mcg
  • Vitamin C     500 - 1000 mg
  • Vitamin D    90 - 180 i.E.
  • Vitamin E    150 - 300 mg
  • Kupfer    600 - 1200 mcg
  • Magnesium    50 - 100 mg
  • Calcium    200 - 400 mg
  • Cholin    300 - 600 mg
  • Inositol    250 - 500 mg
  • PABA    300 - 600 mg
  • Mangan    12 - 24 mg
  • Zink    25 - 50 mg
  • Bioflavonoide    500 - 1000 mg
  • Chrom    150 - 300 mcg
  • Selen    100 - 240 mcg
  • N-Acetyl-Cystein    60 - 120 mg
  • Molybden    30 - 60 mcg
  • Vanadylsulfat    45 - 90 mcg
  • Octacosanol    500 - 1000 mcg
  • Glutathion    15 - 30 mg
  • Schizandra    500 - 1500 mg
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Ein gutes Multi-Präparat sollte die meisten dieser Mikronährstoffe in den angegebenen Mengen enthalten. Man kann dann - nach den individuellen Bedürfnissen und natürlich besonders auch nach den vorliegenden Gesundheitsproblemen - die darüberhinaus benötigte Menge an Einzel-Nährstoffen durch entsprechende Einzelpräparate ergänzen.

Die Grundversorgung wird   sowohl für die Erhaltung der Gesundheit als auch für die Behebung bei  bestehenden Gesundheitsproblemen immer  benötigt. Es ist auch nicht so, daß gute Multi-Präparate in jedem Fall eine optimale Dosierung aller Nährstoffe aufweisen, da die Tabletten oder Kapseln sonst zu groß  würden. So ist es - auch für Gesunde - sinnvoll, das Multi-Präparat durch die Extra-Zufuhr z. B. von Calcium, B-Complex  oder Vitamin C und E zu ergänzen, wenn entsprechende Bedingungen vorliegen.

Viele gesunde Frauen nehmen außer ihrem täglichem Multi-Präparat auch tonisierende Kräuterextrakte. Es scheint so, daß der weibliche Organismus besonders gut auf die subtile, mild wirkende Kraft der Kräuter anspricht. Einige dieser Pflanzenextrakte werden bei spezifischen Störungen eingesetzt und ich werde sie an diesen Stellen nennen. Andere haben eine ganzheitlich harmonisierende Wirkung und können immer genommen werden. Dazu gehört Schizandra, einer der kostbarsten Schätze der chinesischen Kräuterkunde die nun auch im Westen immer mehr Freunde gewinnt. Chinesische Frauen schätzen die tonisierende Schizandra-Beere seit jeher als Verjüngungsmittel, zur Harmonisierung des körperlichen und seelischen Wohlbefindens und zur Steigerung der Vitalität.
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Wenden wir uns nun den Einzelbedingungen zu, die eine gezielte Nährstoffzufuhr - über die tägliche Grundversorgung hinaus - erforderlich machen: 

Die Pille
Die Pille ist in der westlichen Welt die verbreitetste Verhütungsmethode. Durch sie wurde die Sexualität von der Fortpflanzung getrennt, was besonders für die Frauen mehr Freiheit bedeutete. Aber diese Freiheit hat auch ihre Schattenseiten. Viele Frauen klagen über unerwünschte Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, Gewichtszunahme, Anstauung von Gewebsflüssigkeit im Körper, Depressionen, Reizungen in der Scheide, Candida-Infektionen. Die Pille erhöht auch das Risiko der Bildung von Blutgerinnseln und Brust- und Gebärmutterkrebs. Wie viele Medikamente greift sie tief in den Nährstoffhaushalt des Körpers ein. Sie ist ein Nährstoffräuber erster Güte. Deshalb sollten Frauem, die orale Verhütung betreiben, die durch die Pille verursachten Nährstoffmängel durch Supplemente ausgleichen und auch den durch die zugeführten Hormone entstehenden erhöhten Bedarf an bestimmten Vitalstoffen durch zusätzliche Zufuhr decken.
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Nährstoffempfehlungen  bei Gebrauch oraler Kontrazeptiva
(Tagesdosis nach Dr. Burgerstein)
  • Vitamin-B-Complex    50-100 mg
  • Vitamin C     250 - 500 mg
  • Magnesium     300 mg
  • Zink    15 mg
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Das prämenstruelle Syndrom (PMS)
Dieser Zustand, der leider viele Frauen betrifft, tritt 5 - 10 Tage vor jeder Periode auf. Er ist durch Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit, Ängste, Krämpfe, Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Brustschmerzen, Wasseransammlung in den Beinen und allgemeine Schwäche gekenn-zeichnet. Auch Depressionen können sich einstellen. Obwohl die Symptome vielfältig sind, läßt sich PMS auf ein hormonelles Grundmuster zurückführen: meist sind die Östrogenwerte im Vergleich zu den Progesteron-Werten stark erhöht und dieses Ungleichgewicht führt zu den geschilderten Symptomen.
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Nährstoffempfehlungen bei PMS (Tagesdosis nach Dr. Atkins)
  • Omega-3 Fischöl    3000 - 4000 mg
  • Nachtkerzenöl    1500 - 3000 mg
  • Vitamin B 6     100 - 200 mg
  • Cholin     1000 - 1500 mg
  • Inositol     1000 - 1500 mg
  • Methionin     500 - 1000 mg
  • Magnesium     300 - 600 mg
  • Chrom     200 - 600 mcg
  • Acidophilus    100 - 600 mg
  • oder FOS- Pulver     1 - 2 Teelöffel
Für starke Einzelsymptome bei PMS gibt Dr. Atkins zusätzlich folgende Empfehlungen:
Bei starken Blutungen:
  • Traubenkern-Extrakt    2000 - 4000 mg
  • (EndoClair)
  • Bei menstruellen Krämpfen:
  • Magnesium    500 -1000 mg
  • Bei Depressionen:
  • Johanniskraut    300 - 600 mg
  • Bei Angstzuständen:
  • Kava-Kava     200 - 400 mg
  • Bei Zuckerverlangen:
  • L-Glutamin     2 - 3 g
  • Bei Wasseransammlung im Körper:
  • L-Taurin     1000 - 2000 mg
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An Pflanzenextrakten kommen bei PMS (und Menstruation) das aus der indianischen Volksheilkunde lange bewährte Black Cohosh und das im asiatischen Raum weit verbreitete Dong Quai infrage. Beide Kräuter sind in Kapselform erhältlich.


Menstruation
Die monatliche Periode geht mit ähnlichen Symptomen einher wie das prämenstruelle Syndrom. Zusätzlich zu den genannten Vitaminen ist hier  vor allem der B-Complex hilfreich, da er Schmerzen und Spannungen im Zusammenhang mit der Menstruation abbauen kann. Bemerkenswerte Verbessserungen konnten Frauen feststellen, die in dieser Zeit 200 - 1000 mg Vitamin C täglich einnahmen. Bei Krämpfen kann jede Stunde Calcium eingenommen werden, zur besseren Absorption zusammen mit Magnesium (im Verhältnis 2 : 1) und Vitamin D3 (Cholecalciferol).
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Die Wechseljahre
In den Wechseljahren hören die monatlichen Menstruationsblutungen endgültig auf, was den Beginn der Menopause markiert und damit das Ende der fruchtbaren Jahre. Bei den meisten Frauen beginnt die Menopause um das fünfzigste Lebesnjahr herum. Die hormonelle Umstellung kann mit unangenehmen  Zuständen einhergehen, von  denen vier Fünftel aller Frauen betroffen sind: Hitzewallungen, trockene Haut,  Rükkenschmerzen, Kopfschmerzen, Erschöpfung, Stimmungsschwankungen, Schlaflosigkeit, Depressionen. Diese Symptome können verschieden schwer ausfallen; vor allem die Hitzewallungen machen den meisten Frauen so zu schaffen, daß sie einen Arzt aufsuchen.

Die Menopause ist ein normaler, physiologischer Prozeß, keine Krankheit. Hitzewallungen und trockene Haut sind vor allem  ein Zeichen dafür, daß dem Körper eine optimale Nährstoffversorgung fehlt. Deshalb sollte die Vitalstoffzufuhr immer an erster Stelle in der Behandlung von gesundheitlichen Problemen stehen, die mit den Wechseljahren zusammenhängen.
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Die Hormon-Ersatz-Therapie und ihre Alternativen
1966 erschien ein Buch in den USA: „Feminine forever“. Darin versprach der Autor, Robert A. Wilson den Frauen immerwährende Weiblichkeit. Er legte dar, daß die Menopause eine Östrogen-Mangel-Krankheit sei, die die Frauen zu geschlechtslosen Karikaturen ihrer selbst mache. (Er vergaß dabei, daß viele Frauen davon berichten, wie sie  nach den hormonellen Umstellungen der Wechseljahre ihre glücklichste, erfüllteste und produktivste Lebensphase erleben.)
 
Seither wird die Hormon-Ersatz-Therapie von vielen Medizinern propagiert, zumal damit tatsächlich  lästige Beschwerden verschwinden. Trotzdem schrecken viele Frauen vor einer langanhaltenden Hormon-Therapie  mit synthetischen Östrogenen zurück, weil die Problematiken dieser Behandlung inzwischen auch bekannt sind. Dazu gehören  erhöhte Risiken für Krebs, besonders Brustkrebs, Schlaganfall, Herzerkrankungen, Blutzuckerstörungen, Leberschäden, um nur die wichtigsten zu nennen.

Eine umfassende Versorgung mit bestimmten Nährstoffen, darunter vor allem hoch dosierte Folsäure und DHEA, kann viele positive  Effekte der Östrogen-Ersatz-Therapie erreichen, ohne deren Risiken zu teilen.
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Die Anwendung von Phytoöstrogenen
Das sind pflanzliche Substanzen, die dem Hormon Östrogen sehr ähnlich sind. Eine wachsende Anzahl von Medizinern sind überzeugt, daß Phytoöstrogene in Zukunft die synthetischen Östrogene ersetzen werden, weil sie nebenwirkungsfrei sind. Soja ist besonders reich an diesen östrogen-ähnlichen Substanzen. Aus Soja wird auch das bekannteste Phytoöstrogen isoliert,  Genistein, das in Kapseln erhältlich ist. Interessanterweise enthalten gerade die Kräuter-Extrakte wie Black Cohosh, Dong Quai, Licorice, die traditionell gegen Beschwerden der Menopause eingesetzt werden, östrogen-ähnliche Substanzen. Diese Kräuter wirken gleichzeitig auch entspannend und harmonisieren die körperlichen Funktionen.

Nährstoffempfehlungen bei Symptomen der Menopause.
(Tagesdosis  nach Dr. Atkins)
  • Folsäure     20 - 60 mg
  • Bor     6 - 18 mg
  • DHEA     20 - 40 mg
  • Omega-3 Fischöl     2.000 - 4.000 mg
  • Nachtkerzenöl     1.500 - 3.000 mg
  • Vitamin E      400 - 1200 mg
  • Vitamin B 6     150 - 300 mg
(Wichtiger Hinweis: Frauen mit Gebärmutter-Fibroiden, nach  Brustkrebsvorfällen, bei Endometriose oder fibnozystischer Brusterkrankung sollten nicht mehr als 600 mcg Folsäure täglich zuführen.)
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Wenden wir uns nun den  beeindruckenden Möglichkeiten zu, die die Nährstoff-Therapie bei typischen weiblichen Erkrankungen bieten kann.

Fibrozystische Brusterkrankung
Diese ist durch Schwellungen, Knotenbildung und Empfindlichkeit in den Brüsten gekennzeichnet. Oft verschlimmern sich die Beschwerden in den Tagen vor der Menstruation. Es bilden sich kleine Zysten, die mit Flüssigkeit gefüllt und von Bindegewebe umgeben sind. Aufgrund der Hormonschwankungen innerhalb des Menstruationszyklus können sich die Zysten vergrößern und auf das umgebende Gewebe drücken, was zu Schmerzen und Empfindlichkeit führt.


Nährstoffempfehlungen bei Fibrozystischer Brusterkrankung
(Tagesdosis nach Dr. Atkins)
  • Methinonin     500 - 1000 mg
  • Cholin     500 - 1500 mg
  • Inositol     1000 - 1500 mg
  • Omega-3 Fischöl    2.000 - 4.000 mg
  • Vitamin B 6     100 - 200 mg
  • Vitamin E     200 - 400 mg
Hinweis: Die Nährstoffe Folsäure, PABA, Bor, die den Östrogen-Spiegel erhöhen, sollen bei fibrozystischer Brusterkrankung nicht supplementiert werden.
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Scheidenentzündung
Streß, ein geschwächtes Immunsystem und schlechte Ernährung (Weißmehl und Zucker) stören das gesunde Gleichgewicht der Bakterien in der Scheide.

Das kann zu der unangenehmen Scheidenentzündung führen, die mit Brennen, Juckreiz und vermehrtem Ausfluß einhergeht. Ursache kann auch eine Infektion mit Bakterien oder Hefepilzen, Allergie oder Hormonschwankungen sein, die durch Wechseljahre, Schwangerschaft oder die Pille ausgelöst wurden. Oft tritt eine Scheidenentzündung nach Behandlung mit Antibiotika auf, denn diese zerstören (auch) die freundlichen Bakterien, die normalerweise in der Scheide vorkommen und ermöglichen so das Überwuchern durch bestimmte Hefepilze.

Nährstoffempfehlungen bei Scheidenentzündung
(Tagesdosis nach Dr. Burgerstein)
  • Vitamin A     10.000 - 25.000 i.E.
  • Vitamin E     200 - 400 mg
  • Vitamin C     500 - 1000 mg
  • Vitamin B-Complex     50 - 100 mg
  • Zink     15 - 30 mg
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Abnormaler Abstrich (Zervixdysplasie)
Gebärmutterkrebs kommt - im Unterschied zu anderen Krebsarten - vor allem bei Frauen zwischen 30 und 45 Jahren vor. Ein abnormaler Abstrich zeigt eine veränderte  Zellentwicklung am Gebärmutterhals, die als Zervixdysplasie bezeichnet wird. Unbehandelt kann sie sich ungünstigenfalls in einem Zeitraum von 1 - 8 Jahren zu einem Gebärmutterkrebs entwickeln. Die Behandlung mit Nährstoffen sollte sich über einen Zeitraum von 6 - 12 Monaten erstrecken.

Nährstoffempfehlungen bei Zervixdysplasie
(Tagesdosis nach Dr. Atkins)
  • Folsäure     15 - 30 mg
  • Beta-Carotin     50.000 - 100.000 i.E.
  • Vitamin A     20.000 - 40.000 i.E.
  • Vitamin C     1000 - 3000 mg
  • Vitamin E     400 - 800 mg
  • Selen     200 - 300 mcg
  • Vitamin B 12     1- 5 mg
  • EndoClair    150 - 300 mg
  • Centella     500 - 1000 mg
  • Grüner Tee-Extrakt     60 - 180 mg
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Brustkrebs-Prophylaxe
Brustkrebs ist die häufigste Krebsart bei Frauen. Jede zehnte Frau ist davon betroffen, viele entwickeln ihn in jungen Jahren (etwa ein Drittel aller Erkrankungen betrifft Frauen unter 50 Jahren). Vererbung spielt eine große Rolle und bedeutet ein doppelt so hohes Risiko. Veränderungen der Eßgewohnheiten und Nahrungsergänzungen können bei Frauen, die zu einer Risikogruppe gehören, die Gefahr, daß sich ein Brustkrebs entwickelt, bedeutend verringern. Hohe Östrogenspiegel werden für viele Brustkrebserkrankungen mitverantwortlich gemacht. Auf den Östrogenspiegel kann über die Ernährung Einfluß genommen werden. So mindert der Verzehr großer Mengen Gemüse, besonders Kohl, Brokkoli und Blumenkohl die Östrogentätigkeit im Körper und schützt so vor Brustkrebs. Nahrungsmittel, die Isoflavone enthalten wie Sojaprodukte, sind besonders wertvoll. Große Mengen gesättigter Fette aus Nahrungsmitteln tierischen Ursprungs, z.B. Fleisch, Milch und Eier sollten vermieden und auf einfach ungesättigte Fette (z.B. Olivenöl und Avocados) zurückgegriffen werden. Alkohol sollte nur mäßig genossen werden und nicht täglich.

Nährstoffempfehlungen zur Brustkrebs-Prophylaxe
(Tagesdosis nach Dr. Burgerstein):
  • Vitamin A      10.000 i.E.
  • oder Beta-Carotin     15 mg
  • Vitamin C     500 - 1000 mg
  • Vitamin E     200 mg
  • Selen     200 mcg
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Krampfadern
Dies verbreitete Leiden wird durch krankhaft erweiterte Venen verursacht. Meistens treten sie an den Beinen auf. Sie entstehen, wenn die Venenklappen (die verhindern, daß sich das Blut in den Beinen staut und es zum Herzen zurückfördern) und die Venen selbst schwächer werden und in ihrer Funktion nachlassen. Die durch aufgestautes Blut erweiterten Venen quellen hervor. Sie können Beschwerden verursachen und schmerzhaft sein, die Blutzirkulation behindern und die Bildung von Blutgerinnseln begünstigen. In vielen Fällen legt die genetische Veranlagung fest, wer Krampfadern entwickeln wird. Am meisten sind Frauen davon betroffen. Krampfadern können sich auch aufgrund von Überdruck in denVenen während der Schwangerschaft und bei Übergewichtigen entwickeln. Sie können auch durch Verstopfung und den damit verbundenen Schwierigkeiten der Darmentleerung begünstigt werden. Dies ist letztlich auf die westliche Ernährungsweise, die reich an raffinierten Kohlenhydraten und Fett, aber arm an Ballaststoffen ist, zurückzuführen.

Für gesunde Venen sollten Sie folgendes beachten: Stehen sie nicht lange, besonders nicht auf hartem Boden. Sitzen sie lange beim Reisen oder bei der Arbeit, nehmen sie Laufpausen. Schlagen sie nicht die Beine übereinander und legen sie beim Ausruhen die Beine hoch. Enge Kleidung vermeiden!

Wenn Sie dazu neigen, Krampfadern zu entwickeln, sollten sie eine Ernährung wählen die viel  Fasern, Hülsenfrüchte, Getreide, frisches Obst und Gemüse enthält. Auch

mit Nährstoff-Ergänzungen kann man sehr viel für gesunde Venen tun. Hier sind an erster Stelle die Bioflavonoide zu nennen. Bioflavonoide wie Quercetin und Rutin stärken auf natürliche Weise die Kapillaren und Venenwände.

Nährstoffempfehlungen bei Krampfadern (Tagesdosis nach Dr. Burgerstein)
  • Vitamin C    1.000 - 2.000 mg
  • (mit Bioflavonoiden)
  • Vitamin E     100 - 400 mg
  • Zink     30 mg
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Centella Vein und Milk Thistle sind die Kräuterpräparate, die positiv auf das Zirkulationssystem des Blutes wirken und die Venen stärken. Gerade auch zur Behandlung von Phlegbitis (Venenentzündung), bei Beinkrämpfen, geschwollenen Beinen und „Schwere“ oder Kribbeln in den Beinen wurden sie schon sehr erfolgreich eingesetzt.
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Osteoporose
Osteoporose, die gefürchtete Krankheit, die die Knochen brüchig werden läßt, tritt ganz besonders häufig bei Frauen in den Wechseljahren auf. Hier ist der stark abfallende Östrogenspiegel als Ursache auszumachen, da Östrogen die Mineralstoffe in den Knochen erhält. Regelmäßige Bewegung ist der beste Schutz vor diesem Leiden, besonders wenn in der Jugend damit begonnen wurde. Frauen, die unter Bulimie oder Magersucht litten, haben ein erhöhtes Risiko. Das Vermeiden von Kaffee, Zigaretten, Alkohol und Zucker ist eine andere entscheidende Vorsichtsmaßnahme.

Östrogen-Ersatz-Therapie ist meistens nicht die geeignete Maßnahme, wieder eine optimale Knochendichte zu erreichen. Mit Nährstoffen ist das gleiche Ergebnis zu erreichen, aber ohne die Risiken für die Gesundheit der Frau, die sich durch Einnahme von Hormonen ergeben.

Nährstoffempfehlungen zur Verhinderung und Behandlung
von Osteoporose (Tagesdosis nach Dr. Atkins)
  • Folsäure     20 - 60 mg
(Wichtiger Hinweis: Frauen mit Gebärmutter-Fibroiden, nach  Brustkrebsvorfällen, bei Endometriose oder fibnozystischer Brusterkrankung sollten nicht mehr als 600 mcg Folsäure täglich zuführen.)
  • Bor     6 - 12 mg
  • Calcium     800 - 1,600 mg
  • Vitamin     D 400 - 800 i.E.
  • Magnesium     400 - 800 mg
  • Vitamin K     150 - 300 mcg
  • Silica     100 - 300 mg
  • L-Lysin     500 - 1,000 mg
  • B-Komplex     50 - 100 mg
  • Essentielle Fettsäuren 3600 - 7200 mg
  • Black Cohosh     15 - 30 mg
  • Vitamin C      1.000 - 3.000 mg
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Wir haben hier die Einsatzmöglichkeiten von Mikronährstoffen und Pflanzen-Extrakten bei einigen Gesundheitsproblemen beschrieben, die vor allem Frauen betreffen. Das heißt nicht, daß Frauen frei sind von den Leiden, die uns die Lebensweise unserer  westlichen Welt auferlegt. Die sogenannten degenerativen Zivilisationserkrankungen, z. B. Diabetes, Herz- und Gefäßerkrankungen, Rheuma, Übergewicht  und vieles mehr sind natürlich  nicht nur Männerkrankheiten.

In der Gesundheitsvorsorge spielen die Nährstoffe  - früh genug und täglich angewandt -  gerade bei der Verhütung dieser Krankheiten eine entscheidende Rolle, weil sie Fehlanpassungen frühzeitig vermeiden können, den Organismus in einem harmonischen Gleichgewicht halten und die Selbstheilungs-kräfte aktivieren.

Dieses harmonische Gleichgewicht, das wir Gesundheit nennen, wird sich dann auch in unserem Äußeren spiegeln. Die weibliche Erscheinung, heute kommerzialisiert wie nie zuvor und zum Schlachtfeld der Marketing-Strategen verkommen, sollte uns wichtig sein. Sie ist unverwechselbarer Ausdruck unserer Individualität. Wie schön, wenn es gelingt,  der Welt  die eigene Persönlichkeit in strahlender Vitalität zu zeigen!
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