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Ausgabe 01 – 09/1997 | als PDF herunterladen | Printausgabe gratis
Themen in dieser Ausgabe: • Weihrauch • Prostata • Blasenentzündung bei Frauen

 Diese
Ausgabe befaßt sich mit möglichen therapeutischen Anwendungen von Weihrauch bei chronischen Entzündungen. Ein weiteres Thema ist die
männliche Prostata. Zum Schluss gibt es Neuigkeiten zur Linderung der
bei Frauen häufig auftretenden Blasenentzündung.

Natürliche Abhilfe bei Blasenentzündung • Symptome und Ursachen • Was können betroffene Frauen tun • Zum Gebrauch von GranActin
Natürliche Abhilfe bei Blasenentzündung Mehr
als 20 % aller Frauen leiden jährlich einmal oder mehrmals unter
Blasenentzündung. Unbehandelt kann Blasenentzündung chronisch werden
und letztlich Nierenschäden verursachen. Ein natürliches Produkt kann
hier Abhilfe schaffen: der Extrakt der amerikanischen Cranbeere
(Kronsbeere), einer Verwandten unserer Preiselbeere.

Die
Cranberry-Pflanze (Oxycoccus microcarpus) kommt in Europa nicht vor.
Sie breitet sich zwischen Alsaka und Tennessee aus. Cranbeeren wachsen
auf einem kleinen immergrünen Strauch, der sowohl im feuchten
Sumpfgebiet als auch in Bergwäldern zu finden ist. Sie sind reich an
natürlichem Vitamin C.
Schon im vergangenen Jahrhundert
schwörten heilkundige Frauen auf den sicheren Schutz vor
Blasenentzündung durch den Saft der Cranbeere. Dieser "Glaube" konnte
jetzt wissenschaftlich belegt werden.

Symptome und Ursachen Von
der Blasenetnzündung betroffen sind hauptsächlich Frauen. Das hat einen
ganz simplen physiologischen Grund: Die Harnröhre des Mannes ist viel
länger als die der Frau. Bakterien besiedeln also den viel
kürzeren Harnweg der Frau entsprechend dichter und können deshalb
leichter eine Entzündung hervorrufen.
Meistens treten bei einer Blasenentzündung diese Symptome auf: Starke
Schmerzen beim Wasserlassen; der ständige Drang, die Blase wieder zu
entleeren; Ziehen im Unterleib und stark riechender, trüber, manchmal
mit Blut vermischter Urin.
Blasenentzündung wird durch Bakterien
hervorgerufen, und zwar von Escherichia coli, die sich über den Weg der
Harnröhre dauerhaft in die Blase einnisten können.
Verschiedene
Faktoren müssen dafür jedoch zusammenkommen: Das natürliche
Abwehrsystem des Körpers muß überfordert sein und die Blase muß einen
Nährboden für die Bakterien bieten, auf dem sie sich vervielfältigen
können. Als idealer Nährboden dienen Zucker und die Abfallprodukte des
Zuckers. Vor allem aber, so Dr. R. Moldwin, Prof. der Urologie in New
York, vermutet man bei Frauen, die häufig unter Blasenentzündung
leiden, eine Veränderung der Innenwand der Blase. Sie ermögliche es den
Bakterien, sich an der inneren Blasenwand anzuhaften und damit
die Blase nicht auf dem natürlichen Wege, nämlich mit dem Urin, zu
verlassen. "Normalerweise werden alle Bakterien, die in die Blase
gelangen, direkt wieder ausgespült, nur in diesem Fall eben nicht",
sagt Prof. Moldwin.

Was können betroffene Frauen tun? Allgemeine Maßnahmen, um eine Blasenentzündung zu lindern, sind:
- sehr viel zu trinken
- wenig Zucker zu sich nehmen
- viel Vitamin C zuzuführen (1-4 g täglich)
- gute Hygiene zu beachten.
Die
Extra-Portion Vitamin C dient nicht nur zur Unterstützung des
Immunsystems, sondern auch zur Versäuerung des Urins. Je saurer nämlich
der Ph-Wert des Urins, desto weniger Bakterien sind überlebensfähig.
Antibiotika,
die meistens eingesetzt werden, wirken gewöhnlich schnell und sicher,
sind aber sehr schädlich für den Organismus, weil sie die gesunde
Darmflora vernichten und damit die Abwehrkraft des Körpers
erheblich schwächen.
Als unschädliche und nebenwirkungsfreie
Alternative bietet sich hier der in den U.S.A.entwickelte
Cranbeeren-Extrakt an, der unter dem Namen Cran Actin in Kapselform
erhältlich ist.
Wie schon oben erwähnt, hatte die Cranbeere
schon in der Volksmedizin einen guten Ruf als wirksames Mittel zur
Vorbeugung und zur Behandlung von akuten Blasenentzündungen. Diese
Wirksamkeit konnte nun in einer Studie der Harvard-Universität
bestätigt und zugleich erklärt werden. Die Untersuchungen ergaben, daß
die Bestandteile der Beere, insbesondere ihr hoher Anteil an
natürlichen Säuren und natürlichem Zucker, verhindern, daß sich
Coli-Bakterien an der Innenwand der Blase festsetzen können. Vielmehr
verbinden sie sich mit dem Fruchtzucker der Cranbeere (D-Mannose) und
werden dadurch leicht mit dem Urin herausgespült. Cranbeeren haben eine
Eigenschaft, die als Anithaft-Effekt bezeichnet wird. Dadurch wird die
Innenwand der Blase so glatt und geschmeidig, daß die Bakterien keinen
Halt mehr an ihr finden und so auf schnellstem Wege die Blase wieder
verlassen müssen.
Übrigens wurden auch andere Fruchtsäfte auf
diesen Effekt hin untersucht; doch weder Grape-fruit-, Orangen-,
Guaven,- Mango- oder Ananassaft besaßen den Antihaft-Effekt. Cran Actin
besteht aus dem Extrakt der Cranbeere, der den speziellen (und
erwünschten) Antihaft-Effekt bewahrt. Außerdem verbessert das Präparat
den Säuregehalt des Urins und fördert eine gesunde Blase, die
Infektionen besser abwehren kann.

Zum Gebrauch von CranActin Es
ist empfehlenswert, CranActin-Kapseln zur Vorbeugung einzunehmen, aber
auch zur Behandlung akuter Blasenentzündungen sind sie gedacht. Zur
Vorbeugung oder Nachbehandlung genügen 2 Kapseln täglich; im akuten
Fall sollen 4 Kapseln bis zum Abklingen der Beschwerden eingenommen
werden.

Weitere Themen in dieser Ausgabe:
Weihrauch • Prostata
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