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Ausgabe 18 – 3/2002 | als PDF herunterladen | Printausgabe gratis
Themen in dieser Ausgabe: • Bei Osteoarthrose helfen 3 Nährstoffe
Osteoarthrose – 3 Nährstoffe können helfen Dieser
Artikel befaßt sich mit Arthrose, einer Krankheit an der millionen
Menschen leiden. Obwohl Arthrose von den Ärzten als unheilbar angesehen
wird, gibt es Möglichkeiten der Hilfe.

Bei Osteoarthrose helfen 3 Nährstoffe
“Das Problem und seine
Lösung können ganz einfach zusammengefaßt werden: Millionen Menschen
leiden an Osteoarthrose, einer schmerzhaften und deprimierenden
Krankheit. Obwohl die meisten Ärzte sie für unheilbar halten, kann
Arthrose gestoppt oder rückgängig gemacht werden – durch die Anwendung
von Glucosamin- und Chondroitinsulfat.”

Dieses Zitat ist dem ermutigenden Buch “Die Arthrose Kur” entnommen,
das auf die Forschungen und Erfahrungen des amerikanischen Professors
Jason Theodosakis zurück geht. Von Arthrose oder Osteoarthrose werden
weltweit unzählige Menschen heimgesucht, allein schon mehr als 50
Millionen Amerikaner. Sie kann alle Wirbeltiere befallen,
einschließlich Vögel, Amphibien und Reptilien – selbst Meeressäugetiere
wie Wale oder Schildkröten. Man kann behaupten, daß rund 2 Prozent der
Menschen im Alter unter 45 Jahren, 30 Prozent derjenigen zwischen 45
und 65 und 63-85% der Menschen über 65 Jahren an Osteoarthrose leiden.
Statistisch leiden Frauen jeglichen Alters doppelt so oft wie Männer
unter Osteoarthrose. Was auch immer die Ursache sein mag – alle
Menschen, die an Osteoarthrose leiden, wollen das gleiche wissen: Kann
der Schaden behoben werden? Gibt es eine Möglichkeit, die Oberfläche
des Knorpels wieder glatt zu machen? Ist es möglich, schon vor längerer
Zeit zerstörten Knorpel wieder herzustellen und zu heilen? Die in dem
Buch “Die Arthrose-Kur” in großer Fülle herangezogenen Studien sowie
die Erkenntnisse des Prof. Theodosakes ziehen eine fast sensationell zu
nennende Bilanz: die Zerstörung des Knorpels durch Osteoarthrose ist zu
stoppen. Und das auch noch auf ganz einfache Weise: Durch die Einnahme
von zwei bzw. drei entscheidenden Nährstoffen: Glucosamine-Sulfat,
Chondroitin-Sulfat und MSM. Überzeugen Sie sich selbst!

Gelenke: Mechanische Wunderwerke
Schultern, Knie, Ellenbogen, Hüften, Finger und mehr – der menschliche
Körper hat 143 Gelenke, die teilweise als Scharniere, Hebel und
Stoßdämpfer arbeiten. Sie machen es möglich, daß wir stehen, gehen,
rennen, knien, springen, tanzen, klettern, sitzen, stoßen, ziehen...und
auch sonst die tausend Dinge, die unseren Tag ausmachen, vollbringen
können.
Diese mechanischen Wunderwerke halten die Knochen in einer Weise
zusammen, daß sie koordinierte Bewegunsabläufe zulassen, während
zugleich dafür gesorgt wird, daß sie sachte übereinandergleiten, ohne
sich zu behindern oder aneinander zu reiben. Alle Körpergelenke gehören
zu einer von drei Kategorien: fixierte, schwach bewegliche oder überaus
bewegliche Gelenke. Die unterschiedlichen Gelenke gestatten es, das
Äußerste an Balance zwischen Stabilität und Beweglichkeit zu erreichen.
Die Gelenke mit der größten Beweglichkeit sind am häufigsten
osteoarthrotisch verändert.

Der Gelenkknorpel
Um eine Idee von der Funktion von gesunden Knorpelgewebe zu bekommen
sollte man sich zwei völlig flache, glatte, leicht benäßte Eiswürfel
vorstellen, die gegeneinander reiben. Sie gleiten schnell und mühelos
übereinander hinweg, verhaken sich nicht und werden nicht langsamer.
Nun sollte man sich eine Oberfläche vorstellen, die zwischen fünf- und
achtmal glitschiger ist als Eis. Das ist dann die Substanz des
Knorpels, das Material an den Enden der Knochen, durch das es möglich
ist, daß die Knochen leicht übereinander gleiten. Tatsächlich hat keine
von Menschenhand gefertigte Substanz auch nur annährend die Glätte und
die stoßdämpfenden Eigenschaften eines gesunden Knorpelgewebes.
Wie vieles im Körper, so besteht auch der Knorpel im wesentlichen aus
Wasser. Der Rest besteht aus Kollagen und Proteoglycanen, Substanzen,
die dem Knorpelgewebe seine erstaunliche Elastizität und stoßdämpfende
Wirkung verleihen.

Kollagen
Kollagen, ein für seine Vielseitigkeit bekanntes Protein, findet sich
in verschiedenen Teilen des Körpers, je nach Funktion in
unterschiedlichen Formen. Als kräftige Stränge bildet es die Sehnen,
als dünne Platten die Haut, als durchsichtige Membranen die Hornhaut
und als starke widerstandsfähige Struktur bildet es die Knochen.
Kollagen stellt einen lebenswichtigen Bestandteil des Knorpels dar, der
ihn elastisch macht und ihn stoßdämpfend wirken läßt. Kollagen formt
auch so etwas wie ein Gerüst, um die Proteoglycane an Ort und Stelle zu
halten. In gewisser Weise ist Kollagen der “Leim”, der die
Knorpelmatrix zusammen hält.

Proteoglycane
Proteoglycane sind riesige Moleküle, die aus Proteinen und
Polysacchariden bestehen. Sie umgeben und durchsetzen die
Kollagenfasern und bilden ein dichtes Netz innerhalb des Knorpels.
Proteoglycane sorgen für die Elastizität und Spannkraft des Knorpels,
so daß er sich dehnen und wieder zurück schnellen kann, wenn wir uns
bewegen.. Zudem haben sie Eigenschaften wie ein Schwamm: Wenn man einen
Schwamm ins Wasser hält und ausdrückt, fließt das Wasser aus ihm heraus
und kehrt gleich wieder in ihn zurück, sobald der Druck der Hand
nachläßt. Dank der durstigen und elastischen Proteoglycane reagiert der
Knorpel wie ein Schwamm: Er nimmt Wasser auf, sobald der Druck im
Gelenk nachläßt und preßt es wieder heraus, wenn sich der Druck
verstärkt. Dies erlaubt dem Knorpel, auf unsere Bewegungen zu reagieren
und stoßdämpfend zu wirken, ohne unter der Beanspruchung zu zerbrechen,
wie es bei starrem Material wäre.

Chondrozyten
Zusätzlich zum Kollagen und zu den Proteoglycanen gibt es spezielle
Zellen, Chondrozyten, die innerhalb der Knorpelmatrix verteilt sind.
Chondrozyten sind sozusagen Miniaturfabriken, die neues Kollagen und
neue Proteoglycan-Moleküle produzieren und dafür sorgen, daß diese
lebenswichtigen Substanzen immer ausreichend vorhanden sind. Aber da
schließlich alles altert und schwächer wird, setzen die Chondrozyten
auch Enzyme frei, die die alternden Kollagene und Proteoglycane, deren
Zeit verstrichen ist, “zerkauen”und beseitigen.
Die vier Elemente einer gesunden Knorpelmasse – Wasser, Kollagen,
Proteoglycane und Chondrozyten – wirken zusammen und garantieren eine
reibungslose, schmerzfreie Bewegung. Doch leider kann vielerlei diese
sorgfältig konstruierte Teamarbeit stören und Krankheit und Schmerzen
verursachen...Was immer der Grund ist, die einstmals gesunde
Knorpelmasse kann anfangen, sich aufzulösen.


Was ist Osteoarthrose?
Die wörtliche Übersetzung des Wortes aus dem Griechischen ist osteo
(auf den Knochen bezogen), arthro (Gelenk) und ose (krankhafte
Veränderung). Sie meint ein “degeneratives Gelenkleiden”, das in
Deutschland meist als Arthrose bezeichnet wird.
Osteoarthrose ist nur eine von vielen Arten von Gelenkleiden. Es ist
jedoch die häufigste Form, die den “hyalinen Knorpel”, die glatte,
glitzernde, bläulich-weiße Substanz am Ende der Gelenknochen befällt.

Knorpel: Brennpunkt der Osteoarthrose
Osteoarthrose beginnt am Knorpel, dem geschmeidigen, gelartigen Gewebe
am Knochenende. Stellen sie sich gesunden Knorpel als eine Art Schwamm
zwischen den harten Enden der Knochen vor. Dieses schwammige Material
saugt Flüssigkeit auf (Gelenkflüssigkeit), wenn sich das Gelenk in Ruhe
befindet. Sobald aber “Druck” gemacht wird, preßt es sie wieder aus.
Wenn man z.B. einen Schritt macht und das Bein unter dem Druck des
Körpergewichts steht, wird die Knorpelmasse in ihrem Kniegelenk
zusammengepreßt und drückt einen großen Teil der Gelenkflüssigkeit
wieder heraus. Wenn man dann den Fuß anhebt und den nächsten Schritt
macht, strömt die Flüssigkeit erneut in den Knorpel zurück. Sie richtet
sich also jeweils nach dem unterschiedlichen Druck, der auf das Gelenk
ausgeübt wird.
Bei Osteoarthrose beginnt das Knorpelgewebe aufzuweichen und brüchig zu
werden, bis der Knorpel schließlich gänzlich ausgetrocknet ist. Im
vorgerücktem Stadium können sich Knochenzacken (Osteophyten),
ungewöhnliche Verdichtungen und Neubildungen des Knochens (Eburneation)
und mit Flüssigkeit gefüllte sackartige Gebilde (Geröllzysten) bilden.
Und natürlich reiben sich die Knochen, je mehr das Knorpelgewebe
schwindet, um so heftiger aneinander, was die Schmerzen verstärkt,
Knochendeformationen und schließlich auch Entzündungen nach sich zieht.
Bei einem schweren Verlauf kann die Knorpelmasse vollends verschwinden
und die Knochenenden sind völlig schutzlos.

Knorpelschutz und Knorpelaufbau durch 3 Nährstoffe
Gesunde Knorpelmasse braucht dreierlei: Wasser als Schmiermittel, zur
Ernährung und um verbrauchte Stoffwechselprodukte abzutransportieren,
Proteoglycane, um das Wasser anzusaugen und zu speichern, und Kollagen,
um die Proteoglycane an Ort und Stelle zu halten.

Glucosamine
Welche Rolle spielt Glucosamine bei gesundem Knorpel? Glucosamine ist
ein wesentlicher Baustein der wasserspeichernden Proteoglycane. Vor
allem wird Glucosamine gebraucht, um die Glucosaminoglycane (abgekürzt
GAGs) zu bilden, Proteine, die Wasser im Knorpelgewebe binden.
Man hat herausgefunden, daß Glucosamine der Schlüsselfaktor ist, wenn
es um die Frage geht: Wieviel Proteoglycane produzieren die
Chondrozyten? Wenn viel Glucosamine vorhanden ist, werden viele
Proteoglycane produziert. Dadurch befindet sich viel Wasser an den
maßgeblichen Stellen. Wenn aber nur wenig Glucosamine zur Verfügung
steht, entstehen weniger Proteoglycane und es ist auch nur wenig Wasser
an diesen Stellen. Es hat sich auch erwiesen, daß Glucosamine die
Chondrozyten anspornt, mehr Kollagen und Proteoglycane zu produzieren.
Außerdem normalisiert es den Stoffwechsel des Knorpels und trägt so
dazu bei, daß er weniger anfällig für Verschleiß ist.
Da Glucosamine die Produktion dieser Schlüsselelemente des
Knorpelgewebes auslöst und sie dann schützt, kann es tatsächlich dem
Körper helfen, beschädigten oder verschlissenen Knorpel zu ersetzen.
Mit anderen Worten: Glucosamine stärkt die natürlichen
Heilungsmechanismen des Körpers. Mehrere Studien haben ergeben, daß
Glucosamine die Knorpelproduktion anregt und außerdem dazu beiträgt,
Schmerzen zu reduzieren und die durch Osteoarthrose eingeschränkte
Gelenkfunktion zu verbessern. Dabei spielt es keine Rolle, ob
Glucosamine vom Körper selbst produziert oder ob es als
Nahrungsergänzungsmittel eingenommen wird.

Chondroitinsulfat
Während Glucosamine zur Bildung der Proteoglycane beiträgt, die in den
Zwischenräumen der Knorpelmasse sitzen und sie “vernetzen”, verhält
sich Chondroitinsulfat wie ein “Flüssigkeitsmagnet”. Chondroitin, eine
lange Kette sich wiederholender Disaccharideinheiten, trägt dazu bei,
Flüssigkeit in die Proteoglycane zu ziehen. Abgesehen jedoch von der
Flüssigkeitseinlagerung hat Chondroitin noch folgende Eigenschaften:
- es schützt den bestehenden Knorpel vor frühzeitigem Verschleiß,
indem es die Tätigkeit gewisser “knorpelabbauender” Enzyme verhindert;
- es bekämpft andere Enzyme, die das Knorpelgewebe “aushungern”,
indem sie die Zufuhr von Nährsubstanzen behindern;
- es regt die Produktion von Proteoglycanen, Glucosaminoglycanen
und Kollagen an, jener Matrix-Moleküle, die als Bausteine für gesundes,
neues Knorpelgewebe dienen;
- es unterstützt die Wirkung von Glucosamine.

Glucosamin- und Chondroitinsulfat – zusammen stark
Bei Osteoarthrose produziert der Körper nicht genügend Proteoglycane
und Kollagen, um den Knorpel gesund zu erhalten (Das ist eine der
Folgen des Alterns). Gleichzeitig sind die “knorpelzer-setzenden”
Enzyme eifrig bemüht, die noch vorhandene gesunde Knorpelmasse zu
vernichten. Dieses zweifache Problem bedarf einer zweifachen Lösung:
Glucosamin- und Chondroitinsulfat. Beide arbeiten synergistisch (d.h.
im gleichen Sinn, gleichgerichtet). Sie regen die Bildung neuen
Knorpels an, während sie gleichzeitig die knorpelzerstörenden Enzyme
unter Kontrolle halten. Dies trägt dazu bei, die Knorpelmatrix zu
normalisieren – also praktisch das Leiden auf zellulärer Basis zu
behandeln.

M.S.M.
Von großen Vorteil ist die ergänzende Einnahme von M.S.M
(Methylsulfonylmethan). Die schmerzlindernden und entzündungshemmenden
Eigenschaften von M.S.M. erleichtern die Bildung neuen Knorpels, es
wird jedoch auch zur Synthese von Kollagen benötigt.

Resümee
Die Wirkung von Glucosamin- und Chondroitin-sulfat ist in sehr vielen
klinischen Studien überprüft worden, in den meisten Fällen mit
großem Erfolg. (Wer will, kann die Studien und ihre Ergebnisse in dem
Buch “Die Arthrose-Kur” nachlesen!)
Während konventionelle Arthrosebehandlungen lediglich den Schmerz
lindern oder die Entzündung reduzieren, vermögen Glucosamin- und
Chondroitinsulfat den Krankheitsprozess zu stoppen und dem Körper
helfen, sich selbst zu heilen.


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