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Ausgabe 14 – 04/2001 | als PDF herunterladen | Printausgabe gratis
Themen in dieser Ausgabe: • Wie OPC Ihre Gesundheit schützt
• Zinkmangel durch den Verzicht auf Rindfleisch
Zinkmangel durch den Verzicht auf Rindfleisch Dieser
Artikel befaßt sich mit schädlichen Zinkmangel durch Verzicht auf
Rindfleisch und erklärt die Bedeutung und Wichtigkeit von Zink für
unsere Gesundheit. Im ersten Teil dieser Ausgabe erfahren Sie mehr zu
OPC (oligomeren Proanthocyadine), seiner
Erforschung von Prof. Masquelier und seinen durch unzählige Studien
belegte Wirkungsweise und Wirksamkeit als Super-Antioxidans.

Zinkmangel durch Verzicht auf Rindfleisch Bei
der Frage “Wie ernähre ich mich gesund?” kommen viele von uns ins
Grübeln und beschließen, den Konsum von Fleischprodukten zu reduzieren
oder zumindest zu überdenken. Wenn Sie nicht gleich Vegetarier werden
wollen, ist die beste Maßnahme, die man in diesen Zeiten treffen kann,
Fleisch aus tiergerechter Haltung zu verzehren. Es kann nicht oft genug
betont werden, dass die konventionelle Tierhaltung unter der
Zuhilfenahme von Hormonen, Antibiotika und anderen Medikamenten
funktioniert. Aber auch die Verfütterung von Tiermehl und den damit
verbundenen Risiken für Tier und Mensch verleiden einem geradezu das
Essen von Fleisch. Es ist nur allzu verständlich, dass sich das
Essverhalten (insbesondere gegenüber Rindfleisch) deutlich verändert.

Das Deutsche Institut für Ernährungsmedizin und Diätetik (Aachen), das
im letzten Jahr an einer Gesundheitskonferenz zum Thema Zink in
Stockholm teilgenommen hatte, hat sich ebenfalls aus aktuellem Anlass
in der Pflicht gesehen, vor einer drohenden Unterversorgung mit dem
essentiellen Spurenelement Zink zu warnen und den Forschungsstand zu
verdeutlichen.

Was hat es für Auswirkungen auf die Nährstoffversorgung,
wenn wir auf Rindfleisch verzichten?
Produkte vom Rind, in Form von Gehacktem, Rumpsteak oder Leber haben
fast den höchsten Zinkgehalt, nur in Austern kann mehr Zink enthalten
sein (z.B. geht man von 6-8 mg Zink pro 100 Gramm Kalbsleber und von
mindestens 7 Gramm Zink pro 100 Gramm Austern aus). Da Zink auch z.B.
in Weizenvollkorn, Linsen und Mais vorkommt, kann auch bei
vegetarischer Ernährungsweise eine Zinkzufuhr gewährleistet sein, aber
der entscheidende Vorteil tierischer Nahrungsmittel ist, dass das darin
enthaltene Zink vom Körper besser verwertet wird. Die meisten
pflanzlichen Nahrungsmittel sind zinkarm und haben den Nachteil, dass
Inhaltsstoffe der Pflanze (z.B. Phytinsäure in Getreide) die
Zinkaufnahme hemmen. Die Auslaugung der Böden und eine übertriebene
Verarbeitung pflanzlicher Nahrungsmittel haben dieses Spurenelement
zudem aus unseren Lebensmitteln größtenteils entfernt, und man kann
sagen, dass schon vor dem Ausbruch der BSE-Krise die Zinkversorgung
unzureichend war.

Warum nun ist Zink so wichtig und was kann man tun, damit der Körper keinen Mangel daran hat?
Zink steuert die Bildung und Funktion von über 200 Enzymen in unserem
Körper. Es gibt Enzymsysteme, die mit einem klaren Aktivitätsabfall auf
einen Zinkmangel reagieren, was wiederum Auswirkungen auf den
Säure-Basen-Haushalt oder die Eiweißverdauung haben kann. Zink stärkt
(wie auch Vitamin C) die Abwehrkräfte bei Erkältungen und Infektionen
und schützt als Antioxidans die Zellen vor den Schädigungen, die die
Freien Radikale verursachen. Außerdem entfaltet es eine Schutzwirkung
bei Schwermetall-Vergiftungen, die durch die Anhäufung von
Umweltschadstoffen unsere Gesundheit zunehmend gefährden.
Bei der Behandlung von Unfruchtbarkeit wirkt Zink unterstützend, weil
es auf den Stoffwechsel der Geschlechtshormone einwirkt, außerdem ist
eine Zinktherapie angezeigt bei Prostataentzündungen und aufsteigenden
Harnwegsinfektionen. Seit langem bekannt sind gute Erfahrungen mit
Zinkverbänden und -pflastern, weil sie für eine verbesserte Wundheilung
sorgen. Auf eine ausreichende Zinkzufuhr gerade nach Operationen ist zu
achten, da sich die Zellen regenerieren müssen, denn auch der Auf- und
Abbau von Nukleinsäuren (DNS/RNS) ist zinkabhängig. Die Folgen eines
Mangelzustandes betreffen auch das zentrale Nervensystem, Depressionen
und Psychosen sind für Zinkmangel mitverantwortlich, ebenfalls Haut-
und Lebererkrankungen.
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt Männern 15 mg
und Frauen 12 mg als Tagesdosierung. Man beachte, dass diese Dosierung
nur einem Zinkmangel vorbeugt, liegt bereits ein Zinkmangel vor oder
gibt es eine durch Zinkmangel ausgelöste Erkrankung bzw. Schwäche in
der Gesundheit, sollte die Zinkzufuhr erhöht sein. Amerikanische
Nährstoffwissenschaftler wie Dr. Atkins, gehen mittlerweile von einer
täglich benötigten Zinkmenge von mindestens 25 mg aus (laut
Weltgesundheitsorganisation gilt diese Angabe auch für Schwangere und
Stillende).
Den Angaben der DGE und anderen Organisationen sollte man insofern auch
kritisch gegenüberstehen, da hier immer nur Angaben gemacht werden, die
eine akute und kurzfristige Mangelerkrankung ausschließen sollen. Über
den Nutzen, den ggf. höhere Dosierungen haben können, ist damit keine
Aussage getroffen. Häufig ensteht bei dem Verbraucher das Bild, dass
diese vorgeschlagenen Mengen eine Art Höchstgrenze darstellen, in
Wahrheit sind es aber Mindestmengen, deren dauerhafte Unterschreitung
gesundheitliche Risiken bergen können.
Zusammenfassend ist zu sagen, dass Zink gewissermaßen als Multitalent
für viele Körpervorgänge verantwortlich ist und somit bei der
Grundversorgung mit Nähr- und Vitalstoffen ein unabdingbarer
Bestandteil ist.


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