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Ausgabe 14 – 04/2001 | als PDF herunterladen | Printausgabe gratis
Themen in dieser Ausgabe: • Wie OPC Ihre Gesundheit schützt
• Zinkmangel durch den Verzicht auf Rindfleisch
Wie OPC Ihre Gesundheit schützt Dieser
Artikel befaßt sich mit OPC (oligomeren Proanthocyadine), seiner
Erforschung von Prof. Masquelier und seinen durch unzählige Studien
belegte Wirkungsweise und Wirksamkeit als Super-Antioxidans. Im zweiten
Teil weisen wir auf den Zinkmangel, bedingt durch den Verzicht auf
Rindfleisch, hin.

Wie OPC Ihre Gesundheit schützt Wird
von einem Wundermittel gesprochen, so ist das in den meisten Fällen
sehr problematisch. Ein Wunder geht nicht mit rechten Dingen zu, steht
in Zusammenhang mit übernatürlichen Kräften und ist in seiner Wirkung
rational nicht nachvollziehbar. Wundermittel wirken oft bei den
unterschiedlichsten Erkrankungen und gerade bei hoffnungslosen. Auch
ranken sich meistens Legenden um Wundermittel und Ihre Entdeckung. Wenn
in Zusammenhang mit der von Prof. Masquelier entdeckten hochwirksamen
Stoffgruppe der oligomeren Proanthocyadine kurz OPC von einem
Wunderstoff gesprochen werden kann, dann hat das etwas mit den
wunderbaren Eigenschaften dieser Substanz zu tun, die in so
vielfältiger Weise positiv auf unsere Gesundheit Einfluß nehmen kann,
dass es einem Wunder gleicht. Aber nur gleicht: denn es liegen
unzählige Studien vor, die die Wirkungsweise und Wirksamkeit von OPC
belegen und wir können auf Fakten zurückgreifen, die seine Entdeckung
und Werdegang als sinnvolle Nahrungsergänzung manifestieren. Deshalb
kann in diesem Fall nicht von einem Wundermittel gesprochen werden,
wohl aber über die erstaunliche Tasache, dass unsere Natur einen Stoff
hervorbringt, der solch einen Nutzen für die menschliche Gesundheit hat.


Entdeckung des OPC Vor
über 400 Jahren, genauer im Winter 1534/35, gerieten der französische
Entdecker Jack Cartier und seine über hundertköpfige Mannschaft in
ernste Bedrängnis. Bei der Expedition nach Nordamerika erforschten sie
die St. Lorenz-Bucht, die Gegend von Quebec und segelten auf dem
St.-Lorenz-Strom ins Landesinnere. Hier wurden sie von einem
Wintereinbruch überrascht, der dazu führte, dass sie sich mit ihrem
Schiff nicht mehr von der Stelle rühren konnten. Wie das Logbuch
detailliert berichtet, kam es in dieser verhängnisvollen Situation zu
mysteriösen Todesfällen mit grausamen Symptomen. 25 Männer starben,
nachdem sie zuvor alle Zähne verloren hatten, ihnen die Beine
angeschwollen waren und sich schwarz verfäbt hatten. Der Rest der
Mannschaft konnte nur dank der Hilfe eines Indianers überleben, der
Cartier zeigte, wie man aus der Rinde und den Nadeln des sogenannten
“Anneda-Baumes” einen Sud braute. Diesen nahmen die Seeleute ein
und erholten sich innerhalb einer Woche.
Dass es sich bei der Erkrankung der Mannschaft von Cartier um eine
Vitaminmangelerkrankung, nämlich Skorbut, handelte, wurde erst
Jahrhunderte später herausgefunden. Bis dahin waren Seeleute der Gefahr
ausgesetzt an dieser Krankheit zu sterben. Denn monatelang ernährten
sie sich nur von Schiffszwieback und Gepökkelten, bekamen kein Obst und
Gemüse. Es ist mittlerweile bekannt, dass die Vitamin-C-Reserven
unserer Körper für ca. 7 Wochen ausreichen. Wer also mehr als 2 Monate
kein frisches Obst oder Gemüse zu sich nahm, mußte sterben oder wurde
zumindest grauenhaft verkrüppelt und fürs Leben gezeichnet.
Was Cartier und seine Mannschaft vor dem sicheren Tod bewahrte,
wurde erst im nachhinein (durch Masquelier) geklärt: Es war der geringe
Anteil an Vitamin C in den Nadeln des Baumes und das OPC in seiner
Rinde. Jedoch Dank dieser unschlagbaren Kombination erhielten die
Seeleute ein potentes Mittel, das sie trotz ihres extrem schlechten
Zustandes zu retten vermochte.

Die Forschungsarbeit von Masquelier
Die Entdeckung von OPC ist dem französischen Pharmakologen Prof. Jack
Masquelier zu verdanken. Er war 1947, als er als junger Mann an der
Universität Bordeaux arbeitete, damit beauftragt worden,
herauszufinden, ob das rote Häutchen, das unter der Schale die Erdnuß
umschließt, giftige Substanzen enthält. Aus den Erdnüssen wurde
Erdnußöl gewonnen, die damals tonnenweise aus dem Senegal nach Bordeaux
geschifft wurden. Zur optimalen Verwertung von Rohstoffen sollte
sichergestellt werden, ob die Erdnußrückstände in irgendeiner Form als
Viehfutter oder auch für die menschliche Ernährung genutzt werden
konnten. Masquelier kam zu dem Ergebnis, dass die rote Erdnußhaut
keinerlei giftige Substanzen enthält. Er machte gleichzeitig die
Entdeckung eines farblosen Stoffes mit einer enormen Bedeutung für
unsere Gesundheit, vor allem der Blutgefäße: Er fand OPC. Wie
Masquelier berichtet, begann damit die Erfolgsgeschichte von OPC, denn
es fand direkt seinen ersten Anwender: Die Frau seines Doktorvaters.
Sie war damals schwanger und litt unter Ödemen in den Beinen. Bei
Ödemen sammelt sich Gewebsflüssigkeit (hauptsächlich in den Beinen)
aufgrund von erhöhter Durchlässigkeit der Lymph- und Blutgefäße. Nur 48
Stunden, nachdem sie OPC eingenommen hatte, bildeten sich die Ödeme
zurück. Dies gab den Anstoß zur intensiven Entwicklung des ersten
gefäßschützenden Medikaments auf der Basis von OPC, was 1950 unter dem
Namen Resivit in Frankreich auf den Markt kam.

Ein natürlicher Pflanzenstoff ...
Die Entdeckung von OPC in der roten Erdnußhaut war also ein großer
Zufall. Auf der Suche nach weiteren Quellen zur OPC-Gewinnung fand
Masquelier die Rinde der Pinie “Pinus maritima” als geeigneten
Rohstoff. In dem Gebiet südlich von Bordeaux wächst diese Pinie
in großer Anzahl.Wie zuvor aus der Erdnußhaut extrahierte Masquelier
nun aus der Pinienrinde OPC und entwickelte ein weiteres
gefäßschützendes Medikament mit Namen Flavan.
OPC gehört zu der großen Gruppe der Flavanole, die in fast jeder
Pflanze enthalten sind. Besonders gehäuft treten sie in der Rinde von
Bäumen, in Früchten – insbesondere in Schalen und Häuten –, in der
Umhüllung von Kernen und Erdnüssen sowie in den Blättern von Bäumen und
Sträuchern auf.

... und das französische Paradox
1955 gelang Masquelier der Nachweis, dass die gleichen OPC-Moleküle,
die er aus Erdnußhaut und Pinienrinde extrahiert hatte, auch in Rotwein
vorkommen. Wie sich herausstellte, enthalten die in Rotwein mit
verarbeiteten Traubenkerne in großen Mengen OPC. Diese Entdeckung
wiederum bestätigte das sogenannte “französische Paradox”. Schon 1933
hatte der Franzose F. Dougnac einen Zusammenhang zwischen Weinverbrauch
und Gesundheit festgestellt. Er hatte die Anzahl der alten Leute in der
Weingegend Medoc mit der im gesamten Frankreich verglichen und dabei
festgestellt, daß der Anteil der alten Menschen in Medoc prozentual
anstieg. Dort gab es beispielsweise 88% mehr Menschen über 80 als in
Gesamtfrankreich.
Eine von der Weltgesundheitsorganisation beauftragte Zehnjahres-Studie,
mit der ab 1985 die internationalen koronaren Herzkrankheiten
(abgekürzt: KHK) vergleichbar gemacht werden sollten, bestätigte, dass
Länder mit einem hohen Weinkonsum wie Frankreich, Spanien, Italien und
die Schweiz die geringste Sterblichkeitsrate durch KHK aufwiesen. 1995
fanden dänische Forscher heraus, dass regelmäßiger Weinkonsum am besten
vor Herztod und auch vor anderen tödlichen Krankheiten schützt. Bei
mäßigen Weintrinkern reduziert sich die Wahrscheinlichkeit, an
Herzinfarkt oder Schlaganfall zu sterben um 60 Prozent.
Das stärkste derzeit bekannte Antioxidans ist OPC
Es wird nun Zeit auf die außergewöhnlichen Fähigkeiten von OPC, die es
aus der großen Anzahl von Antioxidantien hervorheben, einzugehen. Zum
besseren Verständnis muß jedoch das Wirken der Freien Radikale und die
Schäden, die sie verursachen, erklärt werden.
In den vergangenen 30 Jahren hat die Wissenschaft nach und nach
entdeckt, dass Freie Radikale eine wichtige Rolle bei vielen
Krankheiten und im Alterungsprozeß spielen. Aber was genau sind Freie
Radikale?
Freie Radikale werden auch Oxidantien genannt.
Oxidation nennt man den Prozess der Verbindung von Sauerstoff mit einem
anderen chemischen Element. Es gibt viele natürliche
Oxidationsprozesse: Wenn Eisen rostet oder Butter ranzig wird, ist dies
die Folge von Sauerstoffreaktionen. Auch das sichtbare,
biologische Altern unseres Körpers verdanken wir dem Sauerstoff. Freie
Radikale in unserem Körper sind praktisch oxidierte Moleküle,
d.h. chemisch gesprochen, es sind unvollständige Moleküle, weil sie ein
partnerloses “freies” Elektron besitzen. (Die meisten Moleküle sind
chemisch stabil, weil ihre Elektronen paarweise vorkommen, so dass sie
einander im Gleichgewicht halten.) Freie Radikale sind höchst instabil
und reagieren leicht mit benachbarten Molekülen, indem sie ein Elektron
stehlen. Das Molekül, das ein Elektron verliert, wird dabei gewöhnlich
beschädigt. Außerdem wird das Molekül, dem ein Elektron gestohlen
wurde, selbst zum freien Radikal, das wiederum ein Elektron von einem
dritten Molekül stehlen könnte, wodurch eine Kettenreaktion von
schädigenden Prozessen gestartet wird.
Der Angriff der Freien Radikale auf unsere Zellen findet in jedem
Augenblick statt und ist Teil der normalen Lebensvorgänge. Aber dieser
Angriff wird verstärkt durch Lebensbedingungen, die dem Organismus die
Abwehr erschweren. Dazu gehört die Belastung durch Umweltgifte, Smog,
Giftstoffe, die in unseren Wohnungen sind, Pestizide, aber auch
emotionaler oder physischer Stress, Zigarettenrauch, ranziges Öl oder
gegrilltes Fleisch. Sogar so sinnvolle Aktivitäten wie Sport oder
Gymnastik erhöhen den Angriff von Freien Radikalen. Je mehr wir
unter solchen Bedingungen leben müssen (“oxidativem Stress”
ausgesetzt sind), desto mehr Antioxidantien brauchen wir zu ihrer
Abwehr.
Tatsächlich gelten Freie Radikale mittlerweile als die gefährlichsten
Angreifer unseres Immunsystems und werden für eine Vielzahl chronischer
Krankheiten wie Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Allergien,
entzündliche Prozesse, grauer Star u.v.m. verantwortlich gemacht. Sie
legen die natürlichen Verteidigungssysteme des Körpers lahm. Das
gelingt ihnen jedoch erst nach einer gewissen Zeit. In unserer Jugend
reichen die körpereigenen Schutzsysteme in der Regel noch aus,
doch ab einem gewissen Alter brechen sie zusammen und die Freien
Radikale können ihren zerstörerischen Angriff vorallem auf Blutgefäße
und Gewebe ausführen.
Antioxidantien sind, wie der Name schon sagt, die natürlichen
Gegenspieler der Sauerstoffradikale, indem sie den Körper vor
Sauerstoffschäden schützen und bereits eingetretene Schäden
reparieren. Die wichtigsten Antioxidantien sind Vitamin C,
Vitamin E, Beta-Carotin und andere Carotine, Zink, Selen, Glutathion
und natürlich OPC.
Gemeinsam ist allen Antioxidantien, daß sie die einfallenden
Sauerstoffradikale abwehren; darüber hinaus sind sie auf weitere
Schutzfunktionen spezialisiert. So stärkt Vitamin C das Immunsystem,
Vitamin E das Herz, Polyphenole (z.B. im grünen Tee) beugen Krebs vor,
und Anthocyane (z.B. in Heidelbeeren) verbessern den Blutfluß.
Unter allen diesen wirkungsvollen Stoffen ragt einer wegen seiner
besonderen Effektivität weit hervor: OPC. Es vereint eine Reihe von
besonderen Vorteilen, die es aus den anderen Substanzen hervorhebt.
- OPC wird zügig vom Körper
aufgenommen und überall verteilt.
Es bekämpft dort Freie Radikale
besonders schnell und schränkt
deren Zerstörungspotential ein.
Altersbedingten Verfallserscheinungen beugt es so wirkungsvoll vor.
- OPC bekämpft Freie Radikale an vielen verschiedenen Einsatzorten im Körper.
- OPC neutralisiert viele verschiedene
Arten von Freien Radikalen: Es
ist sowohl in Fett- als auch in Wasserphasen ein
wirkungsvolles Antioxidans.
Hierin unterscheidet es sich von
allen anderen Antioxidantien, die
entweder in einer fetten oder einer wäßrigen
Umgebung tätig werden.
- Viel stärker als Vitamin C neutralisiert OPC Freie Radikale im Körper,
verstärkt die Wirkung von Vitamin
C und hält es bis zu zehnmal so
lange aktiv.
- OPC ist auch wirkungsvoller als
Vitamin E, da es mehr
(verschiedene) Freie Radikale bekämpft.
- Diese Vielseitigkeit macht OPC zu dem stärksten “Radikalenfänger”, der es mit allen Herausforderern aufnimmt.
Gleichwohl ist OPC auf einen Bereich besonders spezialisiert: Es
schützt äußerst wirkungsvoll das Bindegewebe (vor allem Kollagen)
vor dem Angriff der Freien Radikale. Deren dauerhafte Angriffe auf die
Zellmembranen von Organen und Immunzellen führen zu Zellveränderungen.
OPC verhindert die Zerstörung der Gefäßmembranen in Magen, Darm,
Gehirn, Atemwegen, Gelenken und an der Wirbelsäule und vermag so
Degenerationserkrankungen in diesen Bereichen aufzuhalten oder sogar
rückgängig zu machen.
Als Antioxidans ist OPC bisher unübertroffen, zumal es nicht nur
in den Reagenzgläsern der Labore - in vitro - getestet wurde, sondern
auch in umfänglichen Maße an Lebewesen, eben “in vivo”.
1985 bewies Masquelier, dass reines OPC, gewonnen aus Traubenkernen und
Pinienrinde, im Vergleich zu anderen bekanntermaßen antioxidativ
wirkenden Substanzen wie verschiedenen Bioflavonoiden und Vitamin C mit
Abstand die stärkste Wirkung erzielt. Im Vergleich zu den
letztgenannten erbrachte OPC eine 18,4-fach stärkere Leistung.
Im übrigen wurden fast zeitgleich und unabhängig von Masquelier
japanische Forschungsergebnisse veröffentlicht, die zu dem gleichen
Schluß kamen: Ihnen zufolge erwies sich die antioxidative Wirkung
von OPC als 50-mal so stark wie die von Vitamin E! Die aufregende
Entdeckung des stärksten natürlichen Bekämpfers Freier Radikaler führte
1987 zu der Anmeldung von OPC als US-Patent. Dieses verlieh ihm das
Exklusivrecht, OPC als Antioxidans zum Schutz gegen die schädliche
biologische Wirkung der Freien Radikalen zu nutzen.

Anwendung von OPC
Die Liste der Krankheiten, bei denen Traubenkernextrakt
helfen kann, ist lang. Normalerweise ist eine so breite Anwendung eines
einzigen Stoffes eher ein Hinweis darauf, dass dieser nicht besonders
wirkungsvoll ist. Im Fall von OPC gibt es allerdings eine sehr
plausible Erklärung dafür, dass es bei den unterschiedlichsten
Erkrankungen erfolgreich eingesetzt wird. Diese Erkrankungen haben
nämlich alle die gleiche Ursache: einen übermäßigen Angriff Freier
Radikaler auf den Körper. Da diese überall aktiv sind, greifen sie alle
Zellen an, insbesondere die Fettanteile der Zellmembranen. Diese
Sauerstoffangriffe auf unsere Körperzellen lassen uns allmählich
“ranzig” werden: Unser Immun-system kann die Angriffe nicht mehr
abwehren, und wir entwickeln Krankheiten an den unterschiedlichsten
Stellen und in den unterschiedlichsten Formen.
Bei folgenden Krankheitserscheinungen oder auch körperlichen Prozessen
hat sich eine Ergänzung mit OPC als sinnvoll erwiesen. Es finden hier
jedoch nur die wichtigsten Anwendungen Erwähnung, die Liste der
Krankheiten, bei denen sich OPC als hilfreich gezeigt hat, ist noch
bedeutend länger.

- OPC ist ein mächtiges Antioxidans, das die gefürchteten
Freien Radikale wirkungsvoll bekämpft und somit einen echten
Schutzfaktor gegen Zellschädigungen darstellt. Tatsächlich kann man es
als das mächtigste Antioxidans ansehen. Seine antioxidative Wirkung ist
18-20 mal so stark wie die von Vitamin C und 40-50 mal so stark wie die
von Vitamin E. Es stärkt also in hohen Maße unser Immunsystem.
- OPC reguliert den Cholesterinspiegel im Blut.
- OPC stärkt die Blutgefäße und vermindert so Herz- und
Kreislauferkrankungen. Da es sich – im Gegensatz zu Vitamin C – an
Protein, besonders an Kollagen und Elastin bindet, kann es bereits
innerhalb von 24 Stunden die Widerstandsfähigkeit der Blut- und
Lymphgefäße ver doppeln sowie die Kapillargefäße gesund
erhalten. Auch bei Krampfadern hat sich das als nützlich erwiesen.
- OPC verbessert die Blutzirkulation im ganzen Körper und
wirkt sich positiv auf die Sehkraft, das Bindegewebe, Gelenke,
Schleimhäute usw. aus.
- Das Gedächtnis und die Konzentration werden gestärkt durch Erhöhung des venösen Rückflusses.
- Alterungsprozesse werden verlangsamt: Falten bilden sich
nicht so schnell, da die Haut und darunter liegende Gewebe länger
straff und elastisch bleiben.
- Arthritische Entzündungen sowie Sportverletzungen heilen schneller, wenn man OPC einnimmt.
- OPC beugt allergischen Reaktionen vor. (Allergien werden
i. d. R. durch eine überschießende Reaktion des Immunsystem ausgelöst.
OPC stärkt das Immunsystem und kann so die Anfallshäufigkeit und Dauer
spürbar reduzieren.)
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“Kollagenvitamin” – für starke Gefäße und eine glatte Haut
Eine Haupteigenschaft von OPC ist, dass es die Blut- und
Lymphgefäße schützt. Damit qualifiziert es sich natürlich als Hilfe für
etliche Krankheitsbilder, die mit einer Schwächung des Gefäßsystems in
Zusammenhang stehen. Wie kann man sich diese Hilfeleistung
vorstellen? Ein großer Vorteil von OPC ist, dass er sich mit Proteinen
verbinden kann. Es vermag sich also an Kollagen und Elastin zu
heften, die beide Bestandteile der Gefäßwand sind. Beide sind
sogenannte Gerüsteiweiße des Bindegewebes. Kollagen kommt zudem auch in
Sehnen, Knorpeln und Knochen vor. Die Aufgabe von Kollagen und Elastin
besteht darin, sämtliche Gefäßwände aufzubauen und stark und
geschmeidig zu erhalten. Indem OPC sich an sie bindet, aktiviert es
zugleich ihre Synthese und den Stoffwechsel und verhindert, dass sie
vorzeitig zerstört werden.
Wie Masquelier ausführt, kann man sich Kollagen als eine Art Gleis mit
regelmäßigen Querverstrebungen oder eine Leiter mit Sprossen
vorstellen, die beide Seitenteile verbindet. Diese bestehen aus
Proteinketten, Polypeptiden, die gegeneinander verdreht sind.
Wichtig für Stabilität und Elastizität dieser Ketten ist die Anzahl der
Sprossen, wenn man bei dem Bild der Leiter bleiben will: Brechen sie
heraus, so wird das Bindegewebe schwach und durchlässig. Blut und
Lymphflüssigkeit treten an der betreffenden Stelle in das umliegende
Gewebe aus, Blutergüsse und Ödeme (wie es beispielsweise häufig bei
schwangeren Frauen vorkommt) sind die Folge.
Aber auch das Gegenteil ist nicht wünschenswert. Unter dem Einfluß der
freien Radikale bilden sich überkreuzte Sprossen, so daß das
Bindegewebe starr wird, was sich in vorzeitigem Altersfalten
widerspiegelt. Dieser Prozeß aber wird durch OPC reguliert. Masquelier
hat es so formuliert und zusammengefaßt:
“Und damit bin ich zu dem wichtigsten Element meiner damals neuen
OPC-Entdeckungen gelangt: ihrer Wirkung auf Kollagen. Man könnte sagen,
daß (...) die Proanthocyanidine, OPC, als “Kollagenvitamine” betrachtet
werden können, weil sie an der Biosynthese von Kollagen teilhaben und
seine Zerstörung verhindern. Betrachten wir daher zuerst die
Biosynthese. Wie Sie wissen erfordert die Biosynthese von Kollagen
Ascorbinsäure, Vitamin C, weil die Aminosäuren Prolin und Lysin
hydroxyliert werden müssen, bevor sie als physiologisch aktives
Kollagen inkorporiert werden können. Das OPC verhält sich wie der
Co-Faktor von Vitamin C, verstärkt seine Wirkung und aktiviert somit
die Kollagenproduktion. Man kann dies mit der Reparatur einer kaputten
Leiter vergleichen, bei der nur zwei Sprossen übrig sind. Sie muss
repariert werden und neue Sprossen erhalten. Dank OPC verstärkt sich
das Kollagen durch Querverbindungen, die es physiologisch wieder
funktionsfähig und stabil machen, wie im Bild der reparierten Leiter.”
Traubenkernextrakt ist nicht gleich OPC
Als Antioxidans ist – wie beschrieben- die Substanz OPC wirksam. OPC
ist in nennenswerten Mengen in Traubenkernen oder Pinienrinden
enthalten. Es genügt nun leider nicht, obige Rohstoffe zu trocknen zu
vermahlen und in Kapseln zu füllen, um wirksame Präparate zu erhalten.
Ein Verdienst von Prof. Masquelier ist es, hier ein patentiertes
Verfahren entwickelt zu haben, welches sicherstellt, dass auch wirklich
OPC in den Kapseln enthalten ist und nicht nur relativ wirkstoffarmes
Pulver. Nach dem Verfahren von Prof. Masquelier hergestelle Kapseln
sind mindestens 85% OPC und OPC-Bausteine enthalten. Im direkten
Vergleich mit 10 amerikanischen Traubenkern- und
Pinienrinden-Extrakt-Präparaten (1987, US-Labor in Chelmsford,
Maasachusetts) wiesen nur die nach Masquelier hergestellten Präprate
obigen Gehalt an OPC auf. In den Präparaten der Mitbewerber, die nicht
das Verfahren von Masquelier anwenden, konnte nur in einem wirksame
Mengen festgestellt werden, die anderen neun enthielten wenig oder gar
kein OPC.

Warum wir OPC zusätzlich nehmen sollten
Unser Körper stellt OPC nicht selbst her, ebensowenig wie Vitamin
C. Er ist also auf die regelmäßige Zufuhr von beidem angewiesen.
Es stellt sich aber die Frage, warum man OPC nicht einfach mit der
normalen Nahrung zu sich nehmen kann, wo es doch in so vielen Pflanzen
vorkommt. Die einfache Antwort lautet: Es ist zwar überall in der Natur
verbreitet, verteilt sich aber vor allem auf Rinden, Schalen, Häute und
hölzerne Teile, die wir im allgemeinen erst entfernen, bevor wir eine
Frucht essen. Somit weisen auch Menschen, die sich bewußt ernähren,
einen Mangel an OPC auf. Die zusätzliche Einnahme von OPC als Ergänzung
zu unserer normalen Nahrung ist also sinnvoll.
Nimmt man OPC als Nahrungsergänzungsmittel zur Erhaltung von Gesundheit
und Wohlbefinden, so werden Dosierungen zwischen 50 und 100 mg pro Tag
empfohlen, d.h. bei Kapseln mit einem Inhalt von 50 mg ein bis zwei
Kapseln am Tag. Bei erhöhtem Streß oder chronischen Leiden kann man die
Menge auch deutlich steigern.
Es ist übrigens äußerst empfehlenswert, OPC zusammen mit Vitamin C
einzunehmen, denn OPC vervielfacht die Wirkung von Vitamin C und
umgekehrt. Dadurch, dass beide Stoffe sich in ihrer Wirkung
potenzieren, wird die antioxidative Leistung wesentlich
gesteigert.

Weiteres Thema in dieser Ausgabe:
Zinkmangel durch den Verzicht auf Rindfleisch

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