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Ausgabe 44 NWzG 08/2010 Langfristige Gewichtsreduktion durch gezielte Nährstoffgabe

 
   

Ausgabe 12 - 09/2000 | als PDF herunterladen | Printausgabe gratis

Themen in dieser Ausgabe:
Stevia – das Süßungsmittel mit Zukunft
• Innovationen auf dem U.S.-Amerikanischen Markt für Nahrungsergänzugen

Innovationen auf dem U.S.-Markt für Nahrungsergänzungen


Im zweiten Teil dieser Ausgabe befaßen wir uns mit neuen Entwicklungen und Produkten auf dem U.S.-Amerikanischen Markt für hochwertige Nahrungsergänzungen. Im ersten Teil erfahren Sie alle wichtigen um das Süßungsmittel Stevia rebaudiana



DopaBean
Es gibt 3 Haupt-Neurotransmitter (Botenstoffe) in unserem zentralen Nervensystem:

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Dopamin, Norepinephrin und Serotonin. Diese chemischen Stoffe übertragen Nervenimpulse an das zentrale Nervensystem. Manche Krankheiten, aber auch TherapieFormen oder sogar viel Stress können zu einem starken Absinken dieser Stoffe führen. Sind die Werte aber erst einmal niedrig, können viele Funktionen und Systeme des Körpers davon betroffen sein.
Der Körper besitzt die Fähigkeit, alle Neurotransmitter selbst zu produzieren. Die meisten werden aus Aminosäuren gewonnen. Das ist häufig ein längerer Prozess, der an verschiedenen Stellen des Körpers geleistet wird. Heutzutage ist die medizinische Forschung jedoch soweit, dass die Bildung von Neurotransmittern angeregt bzw. der Verlust von Neurotransmittern begrenzt werden kann. So ist beispielsweise L-Dopa der direkte Vorläufer zu Dopamin und wird schon seit Jahren pharmazeutisch zum Steigern von Dopaminwerten eingesetzt.

Der Neurotransmitter Dopamin hat großen Einfluß auf unsere Stimmung, Libido und allgemeines Wohlbefinden. Ganz besonders von einem Dopamin-Mangel betroffen sind Parkinson-Patienten. Dopamin kontrolliert nämlich auch die Bewegungsabläufe unserer Muskeln. Bei ParkinsonPatienten nun sind die Dopaminproduzierenden Zellen zerstört oder degeneriert. Dies führt dazu, daß die Nervenzellen unmotiviert Impulse an das Gehirn geben, wodurch die Menschen die Kontrolle über ihre Körperbewegungen verlieren. Die typischen Merkmale einer Parkinson-Erkrankung sind starkes Zittern oder aber Steifheit der Gliedmaßen, Gleichgewichts- und Koordinationsschwierigkeiten und langsame Bewegungsabläufe. Mit den motorischen Symptomen der Krankheit gehen häufig auch psychische Veränderungen einher wie eine depressive Grundstimmung, Antriebsarmut, allgemeineLustosigkeit und Schlaflosigkeit.
Schon l937 wurde entdeckt, daß die Samen der Pflanze Mucuna pruriens Levodopa, also den Vorläuferstoff für Dopamin, enthalten. Wie bei den meisten anderen Neurotransmittern, kann nur der Vorläufer von Dopamin eingenommen werden, weil Dopamin selbst die BlutGehirn-Schranke nicht passieren würde. Mucuna pruriens gehört zur Familie der "Hülsenfrüchtler" und Wurzeln, Samen und Früchten dieser vorallem in Indien beheimateten Pflanze werden medizinische Wirkungen nachgesagt. In der ayurvedischen Heilkunst besitzt sie eine lange Tradition. Schon vor mehr als l000 Jahren schrieb der ayurvedische Heilkundige Sushrut, daß Mucuna pruriens kombiniert mit Tribulus terrestris ein starkes Aphrodisiakum und Tonikum sei, aber er erwähnte auch seine Verwendung bei "starkem Zittern".

Der pflanzliche Stoff Levodopa kann als Nahrungsergänzung eingenommen werden um das allgemeine Wohlbefinden zu
steigern. Er ist jedoch auch eine echte Alternative zu dem synthetisch hergestellten L-Dopa, auf das gerade ParkinsonPatienten angewiesen sind. In einer erst kürzlich beendeten Studie, die von Prof. Dr. Bela Manyam am National Parkinson Foundation Center of Excellence geleitet wurde, waren die Wirkungen des synthetisch hergestellten L-Dopa mit dem pflanzlichen Levodopa absolut vergleichbar.
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Maca - Powerwurzel aus Peru
Durch einen im April 2000 erschienenen Bericht, veröffentlicht in der amerikanischen Zeitschrift "Urology", rückte Maca erneut in den Mittelpunkt des Interesses. Darin wurde eine wissenschaftliche Studie vorgestellt, die die jahrtausendlange Einnahme von Maca in Südamerika als potenz- und libidosteigerndesMittel, aber auch zur Stärkung der Widerstandskräfte und Förderung von Energie bestätigte. Maca wächst in den Anden von Peru und zwar ausschließlich oberhalb von 3700 m. Die kleine helle Wurzelknolle ist verwandt mit unserer heimischen Kartoffel und verfügt über natürliche Inhaltsstoffe mit einem erstaunlichen Energiepotential. In Peru wird die ganze Pflanze wegen ihrer besonderen Inhaltsstoffe seit vielen Jahrhunderten als wertvolles Grundnahrungsmittel genutzt und geschätzt. Überdurchschnittlich viele Bewohner dieser Region erfreuen sich eines oft langen Lebens, bei gleichzeitig hervorragender körperlicher und geistiger Verfassung. Die Knolle ist jedoch der Teil der Pflanze, der die gesundheitsförderlichen Eigenschaften in sich trägt. Sie ist reich an essentiellen Aminosäuren, Mineralstoffen und Spurenelementen, besonders Eisen und Jod. Weiter enthält die Maca-Wurzel Kohlenhydrate, insbesondere Fruktose und Glukose, Vitamine (Beta-Carotin, Thiamin, Riboflavin, Vitamin C, Niacin, Vitamin B 6 und D 3), essentielle Fettsäuren und Phytowirkstoffe wie: Alkaloide, Flavonoide und Saponine.

Verwendung
Die Stärke der Maca-Wurzel liegt in ihrer energieliefernden Wirkung und in der Kräftigung des Immunsystems. Ihren Namen aber hat sie sich hauptsächlich als Aphrodisiakum gemacht. Sie fördert die Potenz beim Mann und das sexuelle Verlangen der Frau. Insgesamt bewirkt ihre Einnahme eine Steigerung des Lebensgefühls, weshalb sie auch gerne "Peruanischer Ginseng" genannt wird. Eine weiteres Ergebnis der Studie ergab, daß die Maca- Wurzel sowohl die mit dem prämenstruellen Syndrom (PMS) als auch die mit der Menopause einhergehenden Symptome mildern kann. Die erstaunliche Knolle bekämpft Hitzewallungen, Stimmungsschwankungen, Herzklopfen und Schlaflosigkeit. Die Maca- Wurzel vermag also ein hormonelles Gleichgewicht im weiblichen Organismus wieder herzustellen.
Durch seine vitalitätssteigernde Wirksamkeit ist Maca ein ideales Nahrungsergänzungsmittel für alle die Menschen, die eine Extraportion Energie benötigen.
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Grapefruitsamenextrakt
Zu Beginn dieser Ausgabe haben wir über Stevia, das alternative Süßungsmittel, berichtet und vor unnötigem und übermäßigem Zuckerkonsum gewarnt. Dazu stehen in enger Verbindung Pilzerkrankungen (Mykosen), die in den letzten Jahren in erschreckendem Maße zugenommen haben. Nach Schätzungen (l997) leiden etwa 30 bis 40 Millionen Deutsche an Mykosen. Die Möglichkeit, sich anzustecken ist besonders groß an feuchtwarmen Aufenthaltsorten, wie beispielsweise in Schwimmbad oder Sauna, aber auch Mülltonne und Blumenerde bieten ideale Bedingungen für die feuchtigkeitsliebenden Pilze. lst die Abwehrkraft des Körpers geschwächt, durch eine Krankheit oder durch eine vitalstoffarme, ungesunde Ernähnmg, haben Pilze einen guten Nährboden, um sich weiterzuentwickeln. (Auch die häufige Einnahme von Antibiotika und anderen Medikamenten können die Vermehrung von Pilzen erheblich begünstigen.)

Seit einigen Jahren ist auf diesem Gebiet die Heilwirkung des Grapefruitsamens ein Geheimtip. Seine sowohl antibakteriellen als auch seine antimykotischen (gegen Pilze wirksamen) Eigenschaften machen es zu einem breit einsetzbaren Mittel. Der Grapefruitsamenextrakt von Solaray ist solch ein breit einsetzbares Präparat, dessen Einnahme durch das u.a. zugefügte Vitamin C noch wirkungsvoller ist. Er wird – ebenso wie EndoClair Traubenkern-Extrakt – als hochwirksam zur Radikalenbekämpfung und als alterungshemmendes Zusatzmittel gepriesen. Beide Präparate enthalten Procyanidine oder auch Proanthocyanidine (OPCs) genannt, das sind Bioflavonoide, die die Aktivität von Vitamin C erheblich steigern, indem sie seinen Eintritt in die Zellen erleichtern. Grapefruitsamenextrakt fördert ebenso die Stärkung der Zellmembranen und schützt die Zellen vor Schäden durch Oxidation. Er kann die Durchblutung verbessern, die Kapillargefäße stärken und zum Schutz der-Kollagenfasern (die für Zellwachstum und -regeneration notwendig sind) gegen den Schaden, den die Freien Radikalen im Laufe der Jahre anrichten, beitragen. Die aktiven Flavanole bzw. Flavonoide in Traubenkern- und Grapefruitsamenextrakt, die erwähnten Proanthocyanidine (OPCs), neutralisieren z.B. eine ganze Reihe mehr Freie Radikale als es Vitamin E vermag. Dem Solaray-Produkt ist auch zusätzlich Vitamin E zugefügt, das erhöht insgesamt die Wirksamkeit des Präparats. Pycnogenol (d.h. die Stoffgruppe, zu der OPC-Forscher Masquelier "sein" OPC aus Traubenkernen zählte) war übrigens das erste OPC-Ergänzungsmittel in den Vereinigten Staaten. Rund 85% Bioflavonoide sind in ihm enthalten, was zum Standard bei allen OPC-Präparaten wurde. Später entdeckten amerikanische Nährstoffwisssenschaftler, dass im Grapefruitsamenextrakt etwas mehr Bioflavonoide sind, nämlich zwischen 92 und 95 Prozent, aber darüber herrscht unter Nährstoffwissenschaftlern keine übereinstimmende Meinung.
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DHEA
Die Erforschung der Vorgänge, die Alterungsprozesse im Organismus verzögern oder gar umkehren können, hat in den letzten Jahren unglaubliche Fortschritte gemacht. Die neuen Erkenntnisse faszinieren nicht nur die – direkt betroffene – ältere Generation, auch die 30 oder 40 jährigen fragen sich, wie sie ihre vielleicht schon gelegentlich spürbar nachlassende Jugendlichkeit und Vitalität erhalten können. Das Zauberwort heißt "Anti-Aging". Unter diesem Schlagwort sind alle Verfahren zusammengefasst, die Menschen dabei helfen können, Körper, Seele und Geist bis ins hohe Alter voll funktionstüchtig zu halten.
Eine herausragende Rolle für die Verzögerung des Alterungsprozesses spielt die körpereigene Substanz DHEA (Dehydroepiandrosteron). Diese Substanz ist der "Rohstoff' für die vom Körper gebildeten Adrenal-Hormone, über 40 an der Zahl, einschließlich aller Adrenal-Steroide, wie z. B. das Streßhormon Cortisol, die Geschlechtshormone (Ostrogen, Progesteron und Testosteron.)
Von allen Biomarkern, als den feststellbaren Zeichen, die den Alterungszustand des Organismus anzeigen, ist der DHEASplegel der vielleicht aufschlußreichste. Dle DHEA-Werte im Körper, das zeigen Studien immer wieder, geben ausgezeichnete Hinweise auf Gesundheitsprobleme, die mit dem Alter zusammenhängen.
Unsere Nebennieren produzieren ca. 25 30 mg DHEA jeden Tag, übrigens aus Cholesterin. Blldet der Körper weniger, geht auch die Produktion aller Hormone zurück, die aus DHEA gemacht werden
Leider sinkt der DHEA-Gehalt im Körper, wenn wir älter werden. Das beginnt schon in den Mittzwanzigern. Die natürliche körpereigene Produktion sinkt danach pro Jahr um ca. 2 %. Das bedeutet, dass wir im Alter von 40 J ahren nur noch etwa die Hälfte der Menge herstellen, die wir mit 20 bildeten. Wenn wir 65 Jahre werden, sind es nur noch l0 - 20 %, im Alter von 80 Jahren nur noch kümmerliche 5 %. Frauen bilden 10 - 20 % weniger DHEA als Männer; die jährliche Abnahme liegt wie bei den Männern - bei ungefähr 2 %.

Je weniger DHEA im Körper ist, desto anfälliger werden wir für degenerative Leiden, die mit vorzeitigen Altern zusammenhängen: Arteriosklerose, Diabetes, Krebs, Osteoporose und ein geschwächtes Immunsystem. Grob gesagt: je weniger DHEA, desto größer das Risiko, an altersbedingten Leiden zu erkranken - und zu sterben.
Wenn, wie erwiesen ist, ein Mangel an DHEA gesundheitliche Störungen hervorrufen kann, würde dann die zusätzliche Zufuhr von DHEA solche Störungen beheben können? Genau diese Frage stellten sich die "Anti-Aging"-Forscher schon vor Jahren. Die vorliegenden Erfahrungen bestätigen dies in überzeugender Weise. Diese Erfahrungen zeigen, dass sich positive Auswirkungen für die Immunabwehr, für das Herz-Kreislauf-System, bei der Vorsorge gegen Krebs und Osteoporose und im Allgemeinbefinden zeigen, wenn die DHEA-Werte im Organismus zwischen 200 und 300 (bei Frauen) und 300 und 400 Einheiten (bei Männern) gehalten werden. (Das sind die Werte, die ein 30-
jähriger natürlicherweise erreicht.) DHEA ist in den USA als Nahrungsergänzungsmittel frei erhältlich. Zur Supplementierung nehmen Frauen dort gewöhnlich l0 - 30 mg täglich, Männer 30 - 50 mg, bis der gewünschte DHEA-Spiegel im Blut erreicht ist.

In Deutschland ist DHEA nicht frei verfügbar. Das bedeutet aber nicht, dass man für seine eigene Vorsorge auf diese wichtige Substanz verzichten müßte.
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Melatonin
Die Substanz, die neben DHEA in der "Anti-Aging"-Bewegung in den USA standardmäßig supplementiert wird, ist das Melatonin. Diese körpercigene Substanz, die natürlicherweise in der Zirbeldrüse gebildet wird, regelt unseren Schlaf-Wach-Rhythmus, unsere "innere Uhr". Melatonin wurde bekannt als probates Mittel, um den "Jetlag" bei langen Flugreisen zu mildern. Für viele, gerade ältere Menschen, war Melatonin wegen seiner Bekömmlichkeit, Wirksamkelt und der Freiheit von Nebenwirkungen eine zuverlässige Hilfe bei Einschlafproblemen und Schlaflosigkeit. Sie konnten (und können) nicht verstehen, dass eine in den USA seit Jahren frei verkäufliche und als äußerst sicher geltende Substanz in Deutschland plötzlich als verschreibungspflichtiges Medikament eingestuft wurde.

lm Zusammenhang mit "Anti-Aging" spielt Melatonin heute, vor allem in den USA, eine fast ebenso bedeutsame Rolle wie DHEA. Die Gründe liegen auf der Hand. Auch die körpereigene MelatoninProduktion läßt mit zunehmendem Alter nach, und eine zusätzliche Zufuhr (meist 3-10 mg täglich) hat sich als sinnvoll erwlesen.

Es hat sich nämlich erwiesen, dass Melatonin eine äußerst wirksame Hilfe im Kampf gegen die Freien Radikalen bietet, jenen zellschädigenden Substanzen, die allgemein als die Hauptverursacher der Alterung angesehen werden. Nicht nur stimuliert Melatonin die Bildung von antioxidativ wirkenden Enzymen, es schützt selbst die Zellen, insbesondere die Gehirnzellen, vor den zerstörerischen Angriffen der Freien Radikale. Nach Dr. Russel J. Reiter, dem führenden MelatoninForscher, neutralisiert Melatonin Freie Radikale (darunter die besonders gefährlichen Hydroxyl- und Peroxyl-Radikale) "wirksamer als jedes andere bekannte Antioxidans."

Unser Gehirn ist deshalb so anfällig für die Angriffe der Freien Radikale, weil es gewichtsmäßig fast zu 50 % aus Fettgewebe besteht. Da die Freien Radikalen vor allem Fettgewebe angreifen, ist das Gehirn besonders gefährdet. Glücklicherweise gelangt Melatonin leicht in die Zellen des Gehirns, um sie vor oxidativem Schaden zu bewahren. Dies bedeutet, dass die Zellen wirksamer vor degenerativen Schäden und Verfall geschützt werden und ihre volle Funktionsfähigkeit erhalten bleibt.
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Weiteres Thema in dieser Ausgabe:
Stevia – das Süßungsmittel mit Zukunft


Themenverwandtes - Durchblutungsstörungen

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