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Ausgabe 12 - 09/2000 | als PDF herunterladen | Printausgabe gratis
Themen in dieser Ausgabe: • Stevia – das Süßungsmittel mit Zukunft
• Innovationen auf dem U.S.-Amerikanischen Markt für Nahrungsergänzugen
Innovationen auf dem U.S.-Markt für Nahrungsergänzungen Im zweiten Teil dieser Ausgabe befaßen wir uns mit neuen Entwicklungen und Produkten auf dem U.S.-Amerikanischen Markt für hochwertige Nahrungsergänzungen. Im ersten Teil erfahren Sie alle wichtigen um das Süßungsmittel Stevia rebaudiana

DopaBean Es gibt 3 Haupt-Neurotransmitter (Botenstoffe) in unserem zentralen Nervensystem:

Dopamin,
Norepinephrin und Serotonin. Diese chemischen Stoffe übertragen
Nervenimpulse an das zentrale Nervensystem. Manche Krankheiten, aber
auch TherapieFormen oder sogar viel Stress können zu einem starken
Absinken dieser Stoffe führen. Sind die Werte aber erst einmal niedrig,
können viele Funktionen und Systeme des Körpers davon betroffen sein. Der
Körper besitzt die Fähigkeit, alle Neurotransmitter selbst zu
produzieren. Die meisten werden aus Aminosäuren gewonnen. Das ist
häufig ein längerer Prozess, der an verschiedenen Stellen des Körpers
geleistet wird. Heutzutage ist die medizinische Forschung jedoch
soweit, dass die Bildung von Neurotransmittern angeregt bzw. der
Verlust von Neurotransmittern begrenzt werden kann. So ist
beispielsweise L-Dopa der direkte Vorläufer zu Dopamin und wird schon
seit Jahren pharmazeutisch zum Steigern von Dopaminwerten eingesetzt.
Der
Neurotransmitter Dopamin hat großen Einfluß auf unsere Stimmung, Libido
und allgemeines Wohlbefinden. Ganz besonders von einem Dopamin-Mangel
betroffen sind Parkinson-Patienten. Dopamin kontrolliert nämlich auch
die Bewegungsabläufe unserer Muskeln. Bei ParkinsonPatienten nun sind
die Dopaminproduzierenden Zellen zerstört oder degeneriert. Dies führt
dazu, daß die Nervenzellen unmotiviert Impulse an das Gehirn geben,
wodurch die Menschen die Kontrolle über ihre Körperbewegungen
verlieren. Die typischen Merkmale einer Parkinson-Erkrankung sind
starkes Zittern oder aber Steifheit der Gliedmaßen, Gleichgewichts- und
Koordinationsschwierigkeiten und langsame Bewegungsabläufe. Mit den
motorischen Symptomen der Krankheit gehen häufig auch psychische
Veränderungen einher wie eine depressive Grundstimmung, Antriebsarmut,
allgemeineLustosigkeit und Schlaflosigkeit. Schon l937 wurde
entdeckt, daß die Samen der Pflanze Mucuna pruriens Levodopa, also den
Vorläuferstoff für Dopamin, enthalten. Wie bei den meisten anderen
Neurotransmittern, kann nur der Vorläufer von Dopamin eingenommen
werden, weil Dopamin selbst die BlutGehirn-Schranke nicht passieren
würde. Mucuna pruriens gehört zur Familie der "Hülsenfrüchtler" und
Wurzeln, Samen und Früchten dieser vorallem in Indien beheimateten
Pflanze werden medizinische Wirkungen nachgesagt. In der ayurvedischen
Heilkunst besitzt sie eine lange Tradition. Schon vor mehr als l000
Jahren schrieb der ayurvedische Heilkundige Sushrut, daß Mucuna
pruriens kombiniert mit Tribulus terrestris ein starkes Aphrodisiakum
und Tonikum sei, aber er erwähnte auch seine Verwendung bei "starkem
Zittern".
Der pflanzliche Stoff Levodopa kann als Nahrungsergänzung eingenommen werden um das allgemeine Wohlbefinden zu steigern.
Er ist jedoch auch eine echte Alternative zu dem synthetisch
hergestellten L-Dopa, auf das gerade ParkinsonPatienten angewiesen
sind. In einer erst kürzlich beendeten Studie, die von Prof. Dr. Bela
Manyam am National Parkinson Foundation Center of Excellence geleitet
wurde, waren die Wirkungen des synthetisch hergestellten L-Dopa mit dem
pflanzlichen Levodopa absolut vergleichbar.
Maca - Powerwurzel aus Peru Durch
einen im April 2000 erschienenen Bericht, veröffentlicht in der
amerikanischen Zeitschrift "Urology", rückte Maca erneut in den
Mittelpunkt des Interesses. Darin wurde eine wissenschaftliche Studie
vorgestellt, die die jahrtausendlange Einnahme von Maca in Südamerika
als potenz- und libidosteigerndesMittel, aber auch zur Stärkung der
Widerstandskräfte und Förderung von Energie bestätigte. Maca wächst in
den Anden von Peru und zwar ausschließlich oberhalb von 3700 m. Die
kleine helle Wurzelknolle ist verwandt mit unserer heimischen Kartoffel
und verfügt über natürliche Inhaltsstoffe mit einem erstaunlichen
Energiepotential. In Peru wird die ganze Pflanze wegen ihrer besonderen
Inhaltsstoffe seit vielen Jahrhunderten als wertvolles
Grundnahrungsmittel genutzt und geschätzt. Überdurchschnittlich viele
Bewohner dieser Region erfreuen sich eines oft langen Lebens, bei
gleichzeitig hervorragender körperlicher und geistiger Verfassung. Die
Knolle ist jedoch der Teil der Pflanze, der die gesundheitsförderlichen
Eigenschaften in sich trägt. Sie ist reich an essentiellen Aminosäuren,
Mineralstoffen und Spurenelementen, besonders Eisen und Jod. Weiter
enthält die Maca-Wurzel Kohlenhydrate, insbesondere Fruktose und
Glukose, Vitamine (Beta-Carotin, Thiamin, Riboflavin, Vitamin C,
Niacin, Vitamin B 6 und D 3), essentielle Fettsäuren und
Phytowirkstoffe wie: Alkaloide, Flavonoide und Saponine.
Verwendung Die
Stärke der Maca-Wurzel liegt in ihrer energieliefernden Wirkung und in
der Kräftigung des Immunsystems. Ihren Namen aber hat sie sich
hauptsächlich als Aphrodisiakum gemacht. Sie fördert die Potenz beim
Mann und das sexuelle Verlangen der Frau. Insgesamt bewirkt ihre
Einnahme eine Steigerung des Lebensgefühls, weshalb sie auch gerne
"Peruanischer Ginseng" genannt wird. Eine weiteres Ergebnis der Studie
ergab, daß die Maca- Wurzel sowohl die mit dem prämenstruellen Syndrom
(PMS) als auch die mit der Menopause einhergehenden Symptome mildern
kann. Die erstaunliche Knolle bekämpft Hitzewallungen,
Stimmungsschwankungen, Herzklopfen und Schlaflosigkeit. Die Maca-
Wurzel vermag also ein hormonelles Gleichgewicht im weiblichen
Organismus wieder herzustellen. Durch seine vitalitätssteigernde
Wirksamkeit ist Maca ein ideales Nahrungsergänzungsmittel für alle die
Menschen, die eine Extraportion Energie benötigen.
Grapefruitsamenextrakt Zu
Beginn dieser Ausgabe haben wir über Stevia, das alternative
Süßungsmittel, berichtet und vor unnötigem und übermäßigem Zuckerkonsum
gewarnt. Dazu stehen in enger Verbindung Pilzerkrankungen (Mykosen),
die in den letzten Jahren in erschreckendem Maße zugenommen haben. Nach
Schätzungen (l997) leiden etwa 30 bis 40 Millionen Deutsche an Mykosen.
Die Möglichkeit, sich anzustecken ist besonders groß an feuchtwarmen
Aufenthaltsorten, wie beispielsweise in Schwimmbad oder Sauna, aber
auch Mülltonne und Blumenerde bieten ideale Bedingungen für die
feuchtigkeitsliebenden Pilze. lst die Abwehrkraft des Körpers
geschwächt, durch eine Krankheit oder durch eine vitalstoffarme,
ungesunde Ernähnmg, haben Pilze einen guten Nährboden, um sich
weiterzuentwickeln. (Auch die häufige Einnahme von Antibiotika und
anderen Medikamenten können die Vermehrung von Pilzen erheblich
begünstigen.)
Seit einigen Jahren ist auf diesem Gebiet die
Heilwirkung des Grapefruitsamens ein Geheimtip. Seine sowohl
antibakteriellen als auch seine antimykotischen (gegen Pilze wirksamen)
Eigenschaften machen es zu einem breit einsetzbaren Mittel. Der
Grapefruitsamenextrakt von Solaray ist solch ein breit einsetzbares
Präparat, dessen Einnahme durch das u.a. zugefügte Vitamin C noch
wirkungsvoller ist. Er wird – ebenso wie EndoClair Traubenkern-Extrakt
– als hochwirksam zur Radikalenbekämpfung und als alterungshemmendes
Zusatzmittel gepriesen. Beide Präparate enthalten Procyanidine oder
auch Proanthocyanidine (OPCs) genannt, das sind Bioflavonoide, die die
Aktivität von Vitamin C erheblich steigern, indem sie seinen Eintritt
in die Zellen erleichtern. Grapefruitsamenextrakt fördert ebenso die
Stärkung der Zellmembranen und schützt die Zellen vor Schäden durch
Oxidation. Er kann die Durchblutung verbessern, die Kapillargefäße
stärken und zum Schutz der-Kollagenfasern (die für Zellwachstum und
-regeneration notwendig sind) gegen den Schaden, den die Freien
Radikalen im Laufe der Jahre anrichten, beitragen. Die aktiven
Flavanole bzw. Flavonoide in Traubenkern- und Grapefruitsamenextrakt,
die erwähnten Proanthocyanidine (OPCs), neutralisieren z.B. eine ganze
Reihe mehr Freie Radikale als es Vitamin E vermag. Dem Solaray-Produkt
ist auch zusätzlich Vitamin E zugefügt, das erhöht insgesamt die
Wirksamkeit des Präparats. Pycnogenol (d.h. die Stoffgruppe, zu der
OPC-Forscher Masquelier "sein" OPC aus Traubenkernen zählte) war
übrigens das erste OPC-Ergänzungsmittel in den Vereinigten Staaten.
Rund 85% Bioflavonoide sind in ihm enthalten, was zum Standard bei
allen OPC-Präparaten wurde. Später entdeckten amerikanische
Nährstoffwisssenschaftler, dass im Grapefruitsamenextrakt etwas mehr
Bioflavonoide sind, nämlich zwischen 92 und 95 Prozent, aber darüber
herrscht unter Nährstoffwissenschaftlern keine übereinstimmende
Meinung.
DHEA Die
Erforschung der Vorgänge, die Alterungsprozesse im Organismus verzögern
oder gar umkehren können, hat in den letzten Jahren unglaubliche
Fortschritte gemacht. Die neuen Erkenntnisse faszinieren nicht nur die
– direkt betroffene – ältere Generation, auch die 30 oder 40 jährigen
fragen sich, wie sie ihre vielleicht schon gelegentlich spürbar
nachlassende Jugendlichkeit und Vitalität erhalten können. Das
Zauberwort heißt "Anti-Aging". Unter diesem Schlagwort sind alle
Verfahren zusammengefasst, die Menschen dabei helfen können, Körper,
Seele und Geist bis ins hohe Alter voll funktionstüchtig zu halten. Eine
herausragende Rolle für die Verzögerung des Alterungsprozesses spielt
die körpereigene Substanz DHEA (Dehydroepiandrosteron). Diese Substanz
ist der "Rohstoff' für die vom Körper gebildeten Adrenal-Hormone, über
40 an der Zahl, einschließlich aller Adrenal-Steroide, wie z. B. das
Streßhormon Cortisol, die Geschlechtshormone (Ostrogen, Progesteron und
Testosteron.) Von allen Biomarkern, als den feststellbaren
Zeichen, die den Alterungszustand des Organismus anzeigen, ist der
DHEASplegel der vielleicht aufschlußreichste. Dle DHEA-Werte im Körper,
das zeigen Studien immer wieder, geben ausgezeichnete Hinweise auf
Gesundheitsprobleme, die mit dem Alter zusammenhängen. Unsere
Nebennieren produzieren ca. 25 30 mg DHEA jeden Tag, übrigens aus
Cholesterin. Blldet der Körper weniger, geht auch die Produktion aller
Hormone zurück, die aus DHEA gemacht werden Leider sinkt der
DHEA-Gehalt im Körper, wenn wir älter werden. Das beginnt schon in den
Mittzwanzigern. Die natürliche körpereigene Produktion sinkt danach pro
Jahr um ca. 2 %. Das bedeutet, dass wir im Alter von 40 J ahren nur
noch etwa die Hälfte der Menge herstellen, die wir mit 20 bildeten.
Wenn wir 65 Jahre werden, sind es nur noch l0 - 20 %, im Alter von 80
Jahren nur noch kümmerliche 5 %. Frauen bilden 10 - 20 % weniger DHEA
als Männer; die jährliche Abnahme liegt wie bei den Männern - bei
ungefähr 2 %.
Je weniger DHEA im Körper ist, desto anfälliger
werden wir für degenerative Leiden, die mit vorzeitigen Altern
zusammenhängen: Arteriosklerose, Diabetes, Krebs, Osteoporose und ein
geschwächtes Immunsystem. Grob gesagt: je weniger DHEA, desto größer
das Risiko, an altersbedingten Leiden zu erkranken - und zu sterben. Wenn,
wie erwiesen ist, ein Mangel an DHEA gesundheitliche Störungen
hervorrufen kann, würde dann die zusätzliche Zufuhr von DHEA solche
Störungen beheben können? Genau diese Frage stellten sich die
"Anti-Aging"-Forscher schon vor Jahren. Die vorliegenden Erfahrungen
bestätigen dies in überzeugender Weise. Diese Erfahrungen zeigen, dass
sich positive Auswirkungen für die Immunabwehr, für das
Herz-Kreislauf-System, bei der Vorsorge gegen Krebs und Osteoporose und
im Allgemeinbefinden zeigen, wenn die DHEA-Werte im Organismus zwischen
200 und 300 (bei Frauen) und 300 und 400 Einheiten (bei Männern)
gehalten werden. (Das sind die Werte, die ein 30- jähriger
natürlicherweise erreicht.) DHEA ist in den USA als
Nahrungsergänzungsmittel frei erhältlich. Zur Supplementierung nehmen
Frauen dort gewöhnlich l0 - 30 mg täglich, Männer 30 - 50 mg, bis der
gewünschte DHEA-Spiegel im Blut erreicht ist.
In Deutschland ist
DHEA nicht frei verfügbar. Das bedeutet aber nicht, dass man für seine
eigene Vorsorge auf diese wichtige Substanz verzichten müßte.
Melatonin Die
Substanz, die neben DHEA in der "Anti-Aging"-Bewegung in den USA
standardmäßig supplementiert wird, ist das Melatonin. Diese
körpercigene Substanz, die natürlicherweise in der Zirbeldrüse gebildet
wird, regelt unseren Schlaf-Wach-Rhythmus, unsere "innere Uhr".
Melatonin wurde bekannt als probates Mittel, um den "Jetlag" bei langen
Flugreisen zu mildern. Für viele, gerade ältere Menschen, war Melatonin
wegen seiner Bekömmlichkeit, Wirksamkelt und der Freiheit von
Nebenwirkungen eine zuverlässige Hilfe bei Einschlafproblemen und
Schlaflosigkeit. Sie konnten (und können) nicht verstehen, dass eine in
den USA seit Jahren frei verkäufliche und als äußerst sicher geltende
Substanz in Deutschland plötzlich als verschreibungspflichtiges
Medikament eingestuft wurde.
lm Zusammenhang mit "Anti-Aging"
spielt Melatonin heute, vor allem in den USA, eine fast ebenso
bedeutsame Rolle wie DHEA. Die Gründe liegen auf der Hand. Auch die
körpereigene MelatoninProduktion läßt mit zunehmendem Alter nach, und
eine zusätzliche Zufuhr (meist 3-10 mg täglich) hat sich als sinnvoll
erwlesen.
Es hat sich nämlich erwiesen, dass Melatonin eine
äußerst wirksame Hilfe im Kampf gegen die Freien Radikalen bietet,
jenen zellschädigenden Substanzen, die allgemein als die
Hauptverursacher der Alterung angesehen werden. Nicht nur stimuliert
Melatonin die Bildung von antioxidativ wirkenden Enzymen, es schützt
selbst die Zellen, insbesondere die Gehirnzellen, vor den
zerstörerischen Angriffen der Freien Radikale. Nach Dr. Russel J.
Reiter, dem führenden MelatoninForscher, neutralisiert Melatonin Freie
Radikale (darunter die besonders gefährlichen Hydroxyl- und
Peroxyl-Radikale) "wirksamer als jedes andere bekannte Antioxidans."
Unser
Gehirn ist deshalb so anfällig für die Angriffe der Freien Radikale,
weil es gewichtsmäßig fast zu 50 % aus Fettgewebe besteht. Da die
Freien Radikalen vor allem Fettgewebe angreifen, ist das Gehirn
besonders gefährdet. Glücklicherweise gelangt Melatonin leicht in die
Zellen des Gehirns, um sie vor oxidativem Schaden zu bewahren. Dies
bedeutet, dass die Zellen wirksamer vor degenerativen Schäden und
Verfall geschützt werden und ihre volle Funktionsfähigkeit erhalten
bleibt.
Weiteres Thema in dieser Ausgabe: Stevia – das Süßungsmittel mit Zukunft

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