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Ausgabe 15 – 07/2004 | als PDF herunterladen | Printausgabe gratis

Themen in dieser Ausgabe:
• Hilfe bei Herpesinfektion und Gürtelrose
Keine Nierensteine durch Vitamin C

Herpesinfektion und Gürtelrose – natürliche Hilfsstoffe


Dieser Artikel befaßt sich mit dem Herpesvirus, der bei fast allen Menschen latend vorhanden ist und was im Fall eines Ausbruches getan werden kann. Im zweiten Teil dieser Ausgabe erfahren Sie warum Vitamin C in hohen Dosen doch keine Nierensteine verursacht.


Hilfe bei Herpesinfektion und Gürtelrose
Eine Herpesinfektion kündigt sich meistens durch Jucken, Spannen und Kribbeln der betroffenen Hautstellen an. Im weiteren Verlauf rufen nässende Bläschen Schmer-zen hervor und verursachen unangenehme Rötungen und Entzündungen. Dieses Virus ist bei fast allen Menschen latent vorhanden. Die Häufigkeit und die Schwere einer derartigen Infektion kann mit der geeigneten Therapie in Grenzen gehalten werden.

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Info zum Thema: Man unterscheidet mehrere Virustypen, die für verschiedene Erkrankungen verantwortlich sind.

Das Herpesvirus Typ 1 (Herpes-simplex-Virus 1 oder HSV-1) infiziert den menschlichen Körper an Lippen und Mund. Liegt eine Infizierung des Auges bzw. der Hornhaut vor, ist das Augenlicht gefährdet. In der Regel infiziert der 2. Typ (HSV-2) den Genitalbereich (als Ursache möglich ist aber auch das HSV-1). Ist eine Schwangere davon betroffen, kann dieses Virus  während der Geburt auf den Säugling übertragen werden und zu ernsten Schäden führen. Die erste Infektion mit dem Herpes-simplex-Virus findet meist unbemerkt im frühen Kindesalter statt und zwar durch direkten Kontakt von Mensch zu Mensch. Schätzungen gehen davon aus, dass mehr als 75 % der pubertierenden Jugendlichen und mehr als 90 % der Erwachsenen mit dem Herpes-simplex-Virus 1 infiziert sind.

Ein weiteres Herpesvirus  ist das Varicella Zoster-Virus, das der Erreger von Windpocken und Gürtelrose ist. Während Windpocken hauptsächlich im Kindesalter auftreten (Ausnahme sind Personen, die als Kind keine Windpocken hatten), ist Gürtelrose eine Erkrankung, die zwar  auch in jedem Alter auftreten kann, die aber typischerweise bei Personen über 50 Jahren auftritt. Diese Erkrankungen sind anstek-kend, solange Bläschen vorhanden sind. Bei einer Gürtelrose entwickeln sich die Bläschen gruppenweise entlang des Nervenverlaufs, am Rumpf “gürtelförmig”, an Kopf und Gliedmaßen mehr in flächigen oder langgestreckten Zonen. Auch nach dem Abklingen können sie noch wochen-lang Schmerzen bereiten.

Die Gürtelrose ist eine Zweiterkrankung bei einem Menschen, der nach einer im Kindesalter durchgemachten Erkrankung an Windpocken nur noch eine Teil-immunität diesem Virus gegenüber besitzt. Dieses kann entweder von außen neu eingedrungen sein (Beispiel: Im Anschluß an Windpocken der Enkel erkrankt die Großmutter an Gürtelrose.) oder das Virus befand sich immer noch im Körper und wurde plötzlich reaktiviert.

Das Tückische an diesem Virus ist, dass es über Jahre im menschlichen Körper ruhen kann. Es überlebt in den Nervenzellen und kann zum Ausbruch kommen, wenn die Abwehrkräfte des Körpers nicht mehr ausreichen und geschwächt sind. Das ist insbesondere bei fiebrigen Erkältungskrankheiten der Fall, aber auch eine starke Sonnenbestrahlung, hormonelle Veränderungen des Körpers, Krankheit allgemein und Stress gehören zu den Faktoren, die eine Herpesinfektion auslösen.
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Wie kann man einen Ausbruch wirksam verhindern?
Von enormer Bedeutung für den Verlauf der Erkankung ist ein intaktes Immun-system. Eine optimale Ernährung und Versorgung mit Mikronährstoffen tragen dazu erheblich bei. Wie der nachfolgende Bericht über Vitamin C zeigt, ist die erfolgreiche Abwehr von Infekten, gerade auch viralen Infekten, eine Folge von konsequent genutzten Ergebnissen aus der Nährstoffwissenschaft. Das heißt, mit gesunder Ernährung allein ist es heute nicht mehr getan.

Weil Viren gegen Antibiotika resistent sind, lassen sie sich besonders schwer unter Kontrolle bringen. Im Unterschied zu Bakterien, die sich selbständig vermehren, können sich Viren nur reproduzieren, nachdem sie sich mit anderen Körperzellen

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(hier: die Nervenzellen) verbunden und die Funktion dieser Zellen übernommen haben. Das bedeutet: Um das Virus zu stoppen, muß seine Vermehrung unterbunden werden, ohne dabei gesunde Zellen in Mitleidenschaft zu ziehen.

Insbesondere bei Herpesinfektionen gilt es, auch einige Ernährungsempfehlungen zu beachten. Das Wachstum der Viren wird durch die Aminosäure Arginin ermöglicht. Man sollte daher auf argininreiche Nahrungsmittel wie z.B. Nüsse und Schokolade verzichten. Eine Ernährung, die viel von der Aminosäure Lysin enthält, verringert dagegen die Argininmenge und beeinflusst argininabhängige Stoffwechsel-prozesse. Die Aufnahme von Lysin als natürlicher Arginin-Antagonist ist bei einer Herpesinfektion ein unabdingbarer Bestand-teil der Therapie. Die Aufnahme von Nahrungsmitteln, die besonders reich an Lysin sind (Fisch, Eier und Milchprodukte), gehören dann ebenfalls auf den Speiseplan. Zur Supplementierung sollten bei Ausbruch bzw. ersten Anzeichen mindestens 1–2 g Lysin täglich eingenommen werden, zur Vorbeugung gegen Rückfälle ist eine Tages-dosis von 500 mg Lysin empfehlenswert. In nebenstehendem Schaubild sind die Einnahmeempfehlungen bei akuter Infektion durch Herpes aufgeführt.
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Einnahmeempfehlungen bei akuter Infektion durch Herpes
  • L-Lysin
    3x täglich 500 Milligramm
  • Zink
    50 - 100 mg / Tag
  • Vitamin C
    3x täglich 1000 mg
  • Bioflavonoid-Complex
    1 x täglich 1000 mg
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Weiteres Thema in dieser Ausgabe:
Keine Nierensteine durch Vitamin C




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