Herpesinfektion und Gürtelrose – natürliche Hilfsstoffe
Dieser
Artikel befaßt sich mit dem Herpesvirus, der bei fast allen Menschen
latend vorhanden ist und was im Fall eines Ausbruches getan werden
kann. Im zweiten Teil dieser Ausgabe erfahren Sie warum Vitamin C in hohen Dosen doch keine Nierensteine verursacht.
Hilfe bei Herpesinfektion und Gürtelrose Eine Herpesinfektion kündigt sich meistens durch Jucken, Spannen
und Kribbeln der betroffenen Hautstellen an. Im weiteren Verlauf rufen
nässende Bläschen Schmer-zen hervor und verursachen unangenehme
Rötungen und Entzündungen. Dieses Virus ist bei fast allen Menschen
latent vorhanden. Die Häufigkeit und die Schwere einer derartigen
Infektion kann mit der geeigneten Therapie in Grenzen gehalten werden.
Info zum Thema:
Man unterscheidet mehrere Virustypen, die für verschiedene Erkrankungen verantwortlich sind.
Das Herpesvirus Typ 1 (Herpes-simplex-Virus 1 oder HSV-1) infiziert den
menschlichen Körper an Lippen und Mund. Liegt eine Infizierung des
Auges bzw. der Hornhaut vor, ist das Augenlicht gefährdet. In der Regel
infiziert der 2. Typ (HSV-2) den Genitalbereich (als Ursache möglich
ist aber auch das HSV-1). Ist eine Schwangere davon betroffen, kann
dieses Virus während der Geburt auf den Säugling übertragen
werden und zu ernsten Schäden führen. Die erste Infektion mit dem
Herpes-simplex-Virus findet meist unbemerkt im frühen Kindesalter statt
und zwar durch direkten Kontakt von Mensch zu Mensch. Schätzungen gehen
davon aus, dass mehr als 75 % der pubertierenden Jugendlichen und mehr
als 90 % der Erwachsenen mit dem Herpes-simplex-Virus 1 infiziert sind.
Ein weiteres Herpesvirus ist das Varicella Zoster-Virus, das der
Erreger von Windpocken und Gürtelrose ist. Während Windpocken
hauptsächlich im Kindesalter auftreten (Ausnahme sind Personen, die als
Kind keine Windpocken hatten), ist Gürtelrose eine Erkrankung, die
zwar auch in jedem Alter auftreten kann, die aber typischerweise
bei Personen über 50 Jahren auftritt. Diese Erkrankungen sind
anstek-kend, solange Bläschen vorhanden sind. Bei einer Gürtelrose
entwickeln sich die Bläschen gruppenweise entlang des Nervenverlaufs,
am Rumpf “gürtelförmig”, an Kopf und Gliedmaßen mehr in flächigen oder
langgestreckten Zonen. Auch nach dem Abklingen können sie noch
wochen-lang Schmerzen bereiten.
Die Gürtelrose ist eine Zweiterkrankung bei einem Menschen, der nach
einer im Kindesalter durchgemachten Erkrankung an Windpocken nur noch
eine Teil-immunität diesem Virus gegenüber besitzt. Dieses kann
entweder von außen neu eingedrungen sein (Beispiel: Im Anschluß an
Windpocken der Enkel erkrankt die Großmutter an Gürtelrose.) oder das
Virus befand sich immer noch im Körper und wurde plötzlich reaktiviert.
Das Tückische an diesem Virus ist, dass es über Jahre im menschlichen
Körper ruhen kann. Es überlebt in den Nervenzellen und kann zum
Ausbruch kommen, wenn die Abwehrkräfte des Körpers nicht mehr
ausreichen und geschwächt sind. Das ist insbesondere bei fiebrigen
Erkältungskrankheiten der Fall, aber auch eine starke
Sonnenbestrahlung, hormonelle Veränderungen des Körpers, Krankheit
allgemein und Stress gehören zu den Faktoren, die eine Herpesinfektion
auslösen.
Wie kann man einen Ausbruch wirksam verhindern?
Von enormer Bedeutung für den Verlauf der Erkankung ist ein intaktes
Immun-system. Eine optimale Ernährung und Versorgung mit
Mikronährstoffen tragen dazu erheblich bei. Wie der nachfolgende
Bericht über Vitamin C zeigt, ist die erfolgreiche Abwehr von Infekten,
gerade auch viralen Infekten, eine Folge von konsequent genutzten
Ergebnissen aus der Nährstoffwissenschaft. Das heißt, mit gesunder
Ernährung allein ist es heute nicht mehr getan.
Weil Viren gegen Antibiotika resistent sind, lassen sie sich besonders
schwer unter Kontrolle bringen. Im Unterschied zu Bakterien, die sich
selbständig vermehren, können sich Viren nur reproduzieren, nachdem sie
sich mit anderen Körperzellen
(hier: die Nervenzellen) verbunden und die Funktion dieser Zellen
übernommen haben. Das bedeutet: Um das Virus zu stoppen, muß seine
Vermehrung unterbunden werden, ohne dabei gesunde Zellen in
Mitleidenschaft zu ziehen.
Insbesondere bei Herpesinfektionen gilt es, auch einige
Ernährungsempfehlungen zu beachten. Das Wachstum der Viren wird durch
die Aminosäure Arginin ermöglicht. Man sollte daher auf argininreiche
Nahrungsmittel wie z.B. Nüsse und Schokolade verzichten. Eine
Ernährung, die viel von der Aminosäure Lysin enthält, verringert
dagegen die Argininmenge und beeinflusst argininabhängige
Stoffwechsel-prozesse. Die Aufnahme von Lysin als natürlicher
Arginin-Antagonist ist bei einer Herpesinfektion ein unabdingbarer
Bestand-teil der Therapie. Die Aufnahme von Nahrungsmitteln, die
besonders reich an Lysin sind (Fisch, Eier und Milchprodukte), gehören
dann ebenfalls auf den Speiseplan. Zur Supplementierung sollten bei
Ausbruch bzw. ersten Anzeichen mindestens 1–2 g Lysin täglich
eingenommen werden, zur Vorbeugung gegen Rückfälle ist eine Tages-dosis
von 500 mg Lysin empfehlenswert. In nebenstehendem Schaubild sind die
Einnahmeempfehlungen bei akuter Infektion durch Herpes aufgeführt.
Einnahmeempfehlungen bei akuter Infektion durch Herpes