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Ausgabe 26 – 04/2004 | als PDF herunterladen | Printausgabe gratis
Themen in dieser Ausgabe: • DHA – EPA – LA – GLA – die Wirkung essentieller Fettsäuren
• Unentbehrlich für das Herz – CoEnzym Q10
CoEnzym Q10 – unentbehrlich für das Herz Dieser
Artikel befaßt sich mit der Untentbehrlichkeit des CoEnzym Q10 auf
unseren Herzmuskel. CoEnzym Q10 ist eine körpereigene, orhomolekulare
Substanz. Im ersten Teil dieser Ausgabe behandeln wir die Wirkstoffen der essentiellen
Fettsäuren, deren Erforschung ernsthaft erst in den 50er Jahren
des 20 Jahrhunderts begann.

Unentbehrlich für das Herz: Coenzym Q10
Die eminente Bedeutung der essentiellen Fettsäuren für unsere
Gesundheit, auch zum Schutz vor Herzerkrankungen, wurde ausführlich
dargestellt. Ein weiterer unentbehrlicher Nährstoff für ein gesundes
Herz ist Coenzym Q10. Coenzym Q10 ist eine körpereigene,
orthomolekulare Substanz und wird auch „Ubiquinon“ genannt. Es ist eine
natürlich vorkommende Verbindung, die in unserer Nahrung in den meisten
tierischen und pflanzlichen Lebensmitteln gefunden werden kann. Es wird
auch von unseren Zellen synthetisiert (deshalb wird es normalerweise
nicht als Vitamin betrachtet). Coenzym Q10 ist ein lebenswichtiges
Element der Mitochondrien und ist in allen Körperzellen
vorhanden. Die Mitochondrien sind die Kraftwerke der Zellen, wobei die
aktivsten Körperzellen (Herz, Leber, Muskulatur, Nieren,
Bauchspeicheldrüse) die höchste Konzentration an Mitochondrien
aufweisen und somit einen höheren Bedarf an Coenzym Q10 haben.

Mit zunehmenden Alter hat unser Körper mehr und mehr Mühe, die
erforderlichen Mengen an vollwertigen Q10 selbst zu synthetisieren. Die
Biosynthese eines 50-Jährigen beträgt 75% im Vergleich zu einem
20-Jährigen, bei einem 65-Jährigen sind es nur noch 50%. Dies macht
sich in der Folge in einer fortschreitenden Zellalterung und damit im
Alterungsprozess allgemein bemerkbar. Auch falsche Ernährung (z.B. ein
hoher Verbrauch an industriell verarbeiteten Nahrungsmitteln) oder die
regelmäßige Einnahme von Medikamenten, insbesondere von
blutdrucksenkenden Mitteln (z.B. Beta-Blocker) können die eigene
Q10-Produktion mehr oder weniger stark hemmen. Das Gleiche gilt für
Nikotin- und Alkoholmißbrauch.

Mögliche Mangelsymptome können sein:
- allgemeine Schlaffheit
- schnelle Ermüdung bei körperlicher Anstrengung,
- Herz-Kreislaufprobleme
- Diabetes
- Konzentrationsschwäche
- Rückgang der Gedächtnisleistung und Denkfähigkeit
- fortschreitende Parodontose
- Nachlassen der Sehkraft und der Hautelastizität
Am deutlichsten macht sich ein Mangel bei den am stärksten von Q10 abhängigen Organen, wie eben dem Herz, bemerkbar.
Es gibt drei Gruppen von Herzerkrankungen, bei denen ausreichend Q10 unentbehrlich ist:
- Herzinsuffizienz (Herzmuskelschwäche); das Herz ist nicht mehr in
der Lage ausreichend Blut zu pumpen, dies führt zu beeinträchtigten
Blutfluss im Körper und zu Stauungen in Lunge oder Blutkreislauf;
- Ischämische Herzkrankheit; die Blutversorgung des Herzmuskels ist
unzureichend, weil Ablagerungen die Herzgefäße verengen
(Arterienverkalkung) oder wegen eines Infarktes, der den Blutzufluss
beendet. Q10 hilft auch, die myokardialen Zellen vor Schäden durch
Sauerstoff- und Nährstoffmangel zu schützen
- Angina pectoris; die Pein eines Mini- Herzanfalls, für gewöhnlich ausgelöst durch Stress, seelische oder körperliche Belastung.
Der positive Effekt des zugeführten Q10 ist direkt ärztlich
feststellbar und messbar. Klinische Studien in den USA und in Europa
haben gezeigt, dass Patienten, die neben der üblichen Behandlung der
chronischen Herzinsuffizienz zusätzlich Q10 erhielten, ihre maximale
Herzleistung wieder erreichten. Schon die Einnahme von 100 mg pro Tag
über 3 Monate führte zu einer deutlichen Erhöhung der körperlichen
Aktivität.
Bei der Behandlung des akuten Herzinfarktes wurde gezeigt, dass bei
Patienten, die zusätzlich Coenzym Q 10 einnahmen, das Risiko weiterer
Herz-probleme (plötzlicher Herztod, erneuter Herzinfarkt) erheblich
gesunken ist. Auch bei Herzrhythmusstörungen und ischämischen
Herzkrankheiten (= Probleme mit den Herzkranzgefäßen, z.B. Angina
pectoris) unterstützte die ergänzende Behandlung mit Coenzym Q 10 die
Verbesserung des Krankheitsbildes bis hin zum vollständigen
Verschwinden der Probleme.
Der positiven Effekt auf den Herzmuskel ist folgendermaßen zu erklären:
- Als schwer arbeitender Muskel benötigt das Herz ständig Energie.
Deshalb wird auch die höchste Konzentration von Q10 im Herzmuskel
gemessen. Ein dauerhaftes Absinken des Q10-Spiegels führt in der Regel
zuerst zu Problemen im Herz-
Kreislauf-Bereich.
- Q10 wirkt wie Vitamin E im fettlöslichen Bereich und dockt an das
schädliche LDL-Cholesterin an. Es verhindert somit
dessen Oxidation und Anlagerung an der Gefäßinnenwand, die zur
Arteriosklerose führt. Besondere Bedeutung hat dies für die
Herzkranzgefäße, die den Herzmuskel ernähren.
Der Q10-Spiegel im Herzmuskel ist bei Herzpatienten oft unnatürlich
tief. Q10-Supplemente sorgen dafür, einen optimalen Spiegel zu halten.

Studien zu Q10
Im
November 1983 eröffnete der Nobelpreisträger und Professor für Chemie
Dr. A. Butenandt das erste in Deutschland durchgeführte Q10 Symposium
am Max Planck Institut mit den Worten:
„Ich hoffe, dass diese Tagung die deutschen Biochemiker und Ärzte
ermutigt, mehr über die faszinierende Geschichte des Coenzyms Q10 zu
lernen und an der Entwicklung an diesem wichtigen Gebiet heute – wie
auch in Zukunft – teilzunehmen und mitzuarbeiten.“ Heute, mehr als 20
Jahre später, wurde nunmehr die Theorie und Notwendigkeit des Q10
wissenschaftlich erforscht und bewiesen.
Heute weiß man, dass Coenzym Q10 lebenswichtig und der
Energie-Lieferant für 95% unserer gesamten Körperenergie ist. Der
Körper selbst bildet Q10, aber die Fähigkeit zur körpereigenen
Herstellung nimmt im Laufe des Lebens leider drastisch ab:

Nach der Einnahme von Q10 zeigen sich bedeutende Verbesserungen der
Herzleistung und weiterer klinischer Symptome. Diese Erkenntnisse sind
keinesfalls subjektiv, sondern klinisch jederzeit wiederholbar. Es gibt
heute eine Vielzahl an internationalen Studien, die aufzeigen, dass
Herzerkrankungen und Q10 Mangel in direktem Zusammenhang stehen und das
Q10 therapeutische Qualitäten aufweist.
Exemplarisch sei die nachfolgende italienische Studie mit Q10 genannt.
Es wurde der Nachweis erbracht, dass die Symptome einer
Herzmuskelschwäche in Zusammenhang mit Q10 Einnahme vermindert werden.
Die Wirksamkeit ist durch die Verbesserung und Stabilisierung der
Herzleistung der Patienten nachgewiesen worden. 2.500 Patienten wurden
während einer dreimonatigen Studie an 159 italienischen Krankenhäusern
mit Q10 therapiert. Nach der Behandlung verbesserten sich die
klinischen Anzeichen und Symptome wie folgt:

* blaurote Verfärbung von Haut und Schleimhäuten infolge
Abnahme des Sauerstoffgehalts im Blut
** Schwellungen infolge Ansammlung wässriger Flüssigkeit in den
Gewebsspalten, z. B. der Haut und Schleimhäute
Viele weitere Studienergebnisse können in dem hervorragenden Buch von
Dr. E. G. Bliznakov „Die Entdeckung: Energie Vitamin Q10“
nachgeschlagen werden, über das Prof. Dr. F. Zilliken aus Bonn
schreibt: „Pflichtlektüre ab 40!“
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