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Ausgabe 44 NWzG 08/2010 Langfristige Gewichtsreduktion durch gezielte Nährstoffgabe

 
   

Ausgabe 26 – 04/2004 | als PDF herunterladen | Printausgabe gratis

Themen in dieser Ausgabe:
DHA – EPA – LA – GLA – die Wirkung essentieller Fettsäuren
• Unentbehrlich für das Herz – CoEnzym Q10

CoEnzym Q10 – unentbehrlich für das Herz


Dieser Artikel befaßt sich mit der Untentbehrlichkeit des CoEnzym Q10 auf unseren Herzmuskel. CoEnzym Q10 ist eine körpereigene, orhomolekulare Substanz. Im ersten Teil dieser Ausgabe behandeln wir die Wirkstoffen der essentiellen Fettsäuren,  deren Erforschung ernsthaft erst in den 50er Jahren des 20 Jahrhunderts begann.


Unentbehrlich für das Herz: Coenzym Q10

Die eminente Bedeutung der essentiellen Fettsäuren für unsere Gesundheit, auch zum Schutz vor Herzerkrankungen, wurde ausführlich dargestellt. Ein weiterer unentbehrlicher Nährstoff für ein gesundes Herz ist Coenzym Q10. Coenzym Q10 ist eine körpereigene, orthomolekulare Substanz und wird auch „Ubiquinon“ genannt. Es ist eine natürlich vorkommende Verbindung, die in unserer Nahrung in den meisten tierischen und pflanzlichen Lebensmitteln gefunden werden kann. Es wird auch von unseren Zellen synthetisiert (deshalb wird es normalerweise nicht als Vitamin betrachtet). Coenzym Q10 ist ein lebenswichtiges Element  der Mitochondrien und ist in allen Körperzellen vorhanden. Die Mitochondrien sind die Kraftwerke der Zellen, wobei die aktivsten Körperzellen (Herz, Leber, Muskulatur, Nieren, Bauchspeicheldrüse) die höchste Konzentration an Mitochondrien aufweisen und somit einen höheren Bedarf an Coenzym Q10 haben.

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Mit zunehmenden Alter hat unser Körper mehr und mehr Mühe, die erforderlichen Mengen an vollwertigen Q10 selbst zu synthetisieren. Die Biosynthese eines 50-Jährigen beträgt 75% im Vergleich zu einem 20-Jährigen, bei einem 65-Jährigen sind es nur noch 50%. Dies macht sich in der Folge in einer fortschreitenden Zellalterung und damit im Alterungsprozess allgemein bemerkbar. Auch falsche Ernährung (z.B. ein hoher Verbrauch an industriell verarbeiteten Nahrungsmitteln) oder die regelmäßige Einnahme von Medikamenten, insbesondere von blutdrucksenkenden Mitteln (z.B. Beta-Blocker) können die eigene Q10-Produktion mehr oder weniger stark hemmen. Das Gleiche gilt für Nikotin- und Alkoholmißbrauch.
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Mögliche Mangelsymptome können sein:
  • allgemeine Schlaffheit
  • schnelle Ermüdung bei körperlicher Anstrengung,
  • Herz-Kreislaufprobleme
  • Diabetes
  • Konzentrationsschwäche
  • Rückgang der Gedächtnisleistung und Denkfähigkeit
  • fortschreitende Parodontose
  • Nachlassen der Sehkraft und der Hautelastizität

Am deutlichsten macht sich ein Mangel bei den am stärksten von Q10 abhängigen Organen, wie eben dem Herz, bemerkbar.

Es gibt drei Gruppen von Herzerkrankungen, bei denen ausreichend Q10 unentbehrlich ist:

  1. Herzinsuffizienz (Herzmuskelschwäche); das Herz ist nicht mehr in der Lage ausreichend Blut zu pumpen, dies führt zu beeinträchtigten Blutfluss im Körper und zu Stauungen in Lunge oder Blutkreislauf;

  2. Ischämische Herzkrankheit; die Blutversorgung des Herzmuskels ist unzureichend, weil Ablagerungen die Herzgefäße verengen (Arterienverkalkung) oder wegen eines Infarktes, der den Blutzufluss beendet. Q10 hilft auch, die myokardialen Zellen vor Schäden durch Sauerstoff- und Nährstoffmangel zu schützen

  3. Angina pectoris; die Pein eines Mini- Herzanfalls, für gewöhnlich ausgelöst durch Stress, seelische oder körperliche Belastung.

Der positive Effekt des zugeführten Q10 ist direkt ärztlich feststellbar und messbar. Klinische Studien in den USA und in Europa haben gezeigt, dass Patienten, die neben der üblichen Behandlung der chronischen Herzinsuffizienz zusätzlich Q10 erhielten, ihre maximale Herzleistung wieder erreichten. Schon die Einnahme von 100 mg pro Tag über 3 Monate führte zu einer deutlichen Erhöhung der körperlichen Aktivität.

Bei der Behandlung des akuten Herzinfarktes wurde gezeigt, dass bei Patienten, die zusätzlich Coenzym Q 10 einnahmen, das Risiko weiterer Herz-probleme (plötzlicher Herztod, erneuter Herzinfarkt) erheblich gesunken ist. Auch bei Herzrhythmusstörungen und ischämischen Herzkrankheiten (= Probleme mit den Herzkranzgefäßen, z.B. Angina pectoris) unterstützte die ergänzende Behandlung mit Coenzym Q 10 die Verbesserung des Krankheitsbildes bis hin zum vollständigen Verschwinden der Probleme.

Der positiven Effekt auf den Herzmuskel ist folgendermaßen zu erklären:

  • Als schwer arbeitender Muskel benötigt das Herz ständig Energie. Deshalb wird auch die höchste Konzentration von Q10 im Herzmuskel gemessen. Ein dauerhaftes Absinken des Q10-Spiegels führt in der Regel zuerst zu Problemen im Herz-        Kreislauf-Bereich.

  • Q10 wirkt wie Vitamin E im fettlöslichen Bereich und dockt an das     schädliche LDL-Cholesterin an. Es verhindert somit dessen Oxidation  und Anlagerung an der Gefäßinnenwand, die zur Arteriosklerose führt. Besondere Bedeutung hat dies für die Herzkranzgefäße, die den Herzmuskel ernähren.

Der Q10-Spiegel im Herzmuskel ist bei Herzpatienten oft unnatürlich tief. Q10-Supplemente sorgen dafür, einen optimalen Spiegel zu halten.
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Studien zu Q10
Im November 1983 eröffnete der Nobelpreisträger und Professor für Chemie Dr. A. Butenandt das erste in Deutschland durchgeführte Q10 Symposium am Max Planck Institut mit den Worten:
„Ich hoffe, dass diese Tagung die deutschen Biochemiker und Ärzte ermutigt, mehr über die faszinierende Geschichte des Coenzyms Q10 zu lernen und an der Entwicklung an diesem wichtigen Gebiet heute – wie auch in Zukunft – teilzunehmen und mitzuarbeiten.“ Heute, mehr als 20 Jahre später, wurde nunmehr die Theorie und Notwendigkeit des Q10 wissenschaftlich erforscht und bewiesen.
 
Heute weiß man, dass Coenzym Q10 lebenswichtig und der Energie-Lieferant für 95% unserer gesamten Körperenergie ist. Der Körper selbst bildet Q10, aber die  Fähigkeit zur körpereigenen Herstellung nimmt im Laufe des Lebens leider drastisch ab:

Abnahme der Q10 Werte im Alter

Nach der Einnahme von Q10 zeigen sich bedeutende Verbesserungen der Herzleistung und weiterer klinischer Symptome. Diese Erkenntnisse sind keinesfalls subjektiv, sondern klinisch jederzeit wiederholbar. Es gibt heute eine Vielzahl an internationalen Studien, die aufzeigen, dass Herzerkrankungen und Q10 Mangel in direktem Zusammenhang stehen und das Q10 therapeutische Qualitäten aufweist.

Exemplarisch sei die nachfolgende italienische Studie mit Q10 genannt. Es wurde der Nachweis erbracht, dass die Symptome einer Herzmuskelschwäche in Zusammenhang mit Q10 Einnahme vermindert werden. Die Wirksamkeit ist durch die Verbesserung und Stabilisierung der Herzleistung der Patienten nachgewiesen worden. 2.500 Patienten wurden während einer dreimonatigen Studie an 159 italienischen Krankenhäusern mit Q10 therapiert. Nach der Behandlung verbesserten sich die klinischen Anzeichen und Symptome wie folgt:

Besserung der Symptome nach Q10 Einnahme
  * blaurote Verfärbung von Haut und Schleimhäuten infolge 
    Abnahme des Sauerstoffgehalts im Blut
** Schwellungen infolge Ansammlung wässriger Flüssigkeit in den     Gewebsspalten,  z. B. der Haut und Schleimhäute

Viele weitere Studienergebnisse können in dem hervorragenden Buch von Dr. E. G. Bliznakov „Die Entdeckung: Energie Vitamin  Q10“ nachgeschlagen werden, über das Prof. Dr. F. Zilliken aus Bonn schreibt: „Pflichtlektüre ab 40!“
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Weiteres Thema in dieser Ausgabe:
DHA – EPA – LA – GLA – die Wirkung essentieller Fettsäuren

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