 |
|
| |
Ausgabe 17 – 12/2001 | als PDF herunterladen | Printausgabe gratis
Themen in dieser Ausgabe: • Vitamin E • Bromelain
Bromelain – eine Enzymmischung Dieser
Artikel befaßt sich mit der außergewöhnlichen Enzymmischung
Bromelain, die Ihren natürlichen Ursprung in der Ananas findet.

Bromelain Die Quelle für
natürliche Bromelaine ist die Ananas. Stamm und Frucht enthalten diese
außergewöhnliche Enzymmischung, welche so vielfältige Wirkungen auf den
menschlichen Organismus hat. In erster Linie sind es eiweißspaltende
Enzyme und können, zu einer Mahlzeit eingenommen, die Verdauung fördern
und ausgleichend bei herabgesetzter Verdauungstätigkeit (zu wenig
Magensaft, nachlassende

Enzymproduktion der Bauchspeicheldrüse,
Diabetes) wirken. Nüchtern eingenommen entfaltet sich die ganze
Bandbreite der segensreichen Eigenschaften von Bromelain. Am
bekanntesten sind hier wohl die positiven Wirkungen auf das Herz- und
Gefäßsystem, gut erforscht und dokumentiert in den Arbeiten von Dr.
Hans A. Nieper. Die sehr günstigen Wirkungen – gerade in der
Langzeittherapie – gehen auf die Eigenschaft des Bromelains zurück, die
Verklumpung von Blutplättchen wirkungsvoll zu verhindern und bereits
bestehende aufzulösen. Diese entscheidende Fähigkeit bietet natürlich
bei allen Arten von Blutgerinnseln Hilfe, also auch bei Thrombosegefahr
(Venenentzündungen) oder als Schutz vor Schlaganfällen. Durch die
Fähigkeit, hohe Fibrinogenwerte zu senken, wird ein weiterer
Risikofaktor bezüglich Blutgerinnseln wirkungsvoll ausgeschaltet.
Eine gerade im Herbst / Winter auftretende, sehr schmerzhafte
Erkrankung ist die Stirn-bzw. Nasennebenhöhlen-Entzündung. Meist tritt
die Erkrankung – wenn man sie einmal gehabt hat – regelmäßig mit jeder
Erkältung wieder auf und fesselt den Betroffenen mit unsäglichen
Kopfschmerzen ans Bett. Ausführliche Studien haben gezeigt, dass sich
die Krankheitsdauer um rund die Hälfte verkürzen ließ, wenn die
Probanden Bromelain in hoher Dosierung einnahmen. Auch bei anderen
Entzündungen (Lungenentzündung, Staphylokokken-Infektion der Haut,
Niereninfektion und Bronchitis) zeigte sich ein antibiotischer Effekt,
allerdings ohne bedenkliche Nebenwirkung. Bromelain in Kombination mit
Antibiotika brachte in einigen Studien die besten Erfolge: Hier konnte
die Krankheitsdauer gegenüber Patienten, die nur mit Antibiotika
behandelt wurden noch einmal um 1/3 gesenkt werden. Fast noch
schwerwiegender war die Entdeckung, dass Patienten, bei denen die
Erkrankung gar nicht auf Antibiotika ansprach, sofort reagierten, wenn
zusätzlich Bromelain eingenommen wurde.
Die rheumatoide Arthritis ist eine sogenannte Autoimmunkrankheit. Eine
Fehlleistung des Immunsystems führt dazu, dass die Gelenkknorpel
angegriffen und geschädigt werden. Dies führt in der Folge zu
geschwollenen und schmerzenden Gelenken, einhergehend mit
eingeschränkter Bewegungsfreiheit. Zumindest gegen die schmerzenden
Entzündungen kann Bromelain schnell und wirksam helfen, ohne den
Organismus zu belasten. Mogensteifigkeit, Schwellungen und Schmerzen
nahmen in entsprechenden Untersuchungen deutlich ab, so dass den
Betroffenen die hochdosierte Einnahme nur empfohlen werden kann. Da
auch der Darm von der fehlgeleiteten Immunreaktion betroffen sein kann,
kommt auch die verdauungsfördernde und entzündungshemmende Eigenschaft
zum Tragen. (Neben der Behandlung mit Bromelain kommt auch noch die
hochdosierte Einnahme von Fischöl-Kapseln bei rheumatoider Arthritis in
Frage.)
Ermutigende Ergebnisse gibt es auch bei Krebserkrankungen. Hier spielt
vor allem die bessere Verwertung und Verträglichkeit der dort
standardmäßig eingesetzten Arzneimittel eine besondere Rolle. So können
oftmals hochwirksame Medikamente nicht ausreichend dosiert werden, weil
die Nebenwirkungen zu stark werden. Mit zusätzlichen Bromelaingaben
konnten die – meist chemotherapeutischen Substanzen – so hoch dosiert
werden, dass die maximale Wirkung erreicht wurde.
Große Hilfe leistet Bromelain auch bei den häufigeren Mißgeschicken des
Lebens: Kleinere Verletzungen wie Prellungen, Hämatome (blaue Flecken)
oder Verstauchungen heilen schneller unter hochdosierter
Bromelainzufuhr. Aber auch bei schwereren Unfällen sollte nach
Möglichkeit zur rascheren Wundheilung und Schmerzbefreiung Bromelain
zum Standardsortiment der in Frage kommenden Nahrungsergänzungen
zählen.
Weiteres Thema in dieser Ausgabe:
Vitamin E
zum Seitenanfang
Version zum Drucken | per e-Mail versenden
|
|
|
 |
Fragen Sie uns. Wir antworten gern.  |
|
 |
|
werbung
|
|