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Ausgabe 21 – 12/2002 | als PDF herunterladen | Printausgabe gratis
Themen in dieser Ausgabe: • Bodyguard Zink • Silicium (Kieselerde)
Bodyguard Zink Dieser
Artikel befaßt sich mit der wichtigen Wirkung des Spurenelementes Zink
bei den biologischen Abläufen im menschlichen Körper. Außerdem kommen
wir der Schönheit mit Hilfe des Spurenelements Silicium (Kieselerde)
auf die Spur.

Bodyguard Zink Wie
die Vitamine einzigartige chemische Einheiten sind, die in bestimmten
Situationen der Schlüssel zu besonderen biologischen Abläufen sind, so
gilt dies auch für Mineralstoffe und Spurenelemente. Kein Mineralstoff
kann durch einen anderen ersetzt werden und kein Spurenelement kann
durch ein anderes ersetzt werden. Mineralstoffe und Spurenelemnte sind
lebensnotwendige (essentielle) Nährstoffe, die der Körper nicht selbst
herstellen kann und die daher über die Nahrung zugeführt werden müssen.
Sie sind am Aufbau von Knochen, Zähnen, Hormonen und Blutzellen
beteiligt. Manche dienen der Regulation des Wasserhaushalts, der
Übertragung von Reizen auf Nervenzellen oder Muskeln und der
Aktivierung von Enzymen im Stoffwechsel. Eine unzureichende Zufuhr von
Mineralstoffen und Spurenelementen kann zu Mangelerscheinungen führen.
Beispielsweise kann Eisenmangel eine Anämie (Blutarmut) hervorrufen,
oder unzureichende Calciumzufuhr ein Risikofaktor für Osteoporose sein.
Ebenso vielfältig wie die Funktionen von Mineralstoffen und
Spurenelementen sind, ebenso zahlreich sind demgemäß die Erkrankungen,
die als Folge eines Mangels dieser lebenswichtigen Substanzen auftreten
können. Dies gilt in ganz besonders hohem Maße für Zink.

Eigenschaften von Zink: Zink
ist für den menschlichen Körper von größter Bedeutung. Um sich eine
Vorstellung davon machen zu können muss man nur einen Blick in das
Standardwerk der orthomolekularen Therapie „Nutriologische Medizin” von
Werbach werfen, das Material über Zink bei folgenden Indikationen
vorlegt:
Akne vulgaris, Alkoholismus, Anorexia nervosa, Aphthen,
Arrhythmien, Atherosklerose, Katarakt, Crohnsche Erkrankung, Colitis
ulcerosa, Demenz, Diabetes mellitus, Entzündungen, Epilepsie,
Erkrankungen in der Schwangerschaft, Herpes simplex, hoher Blutdruck,
Immundepression, Infektion, Krebs, Lernstörungen, Müdigkeit,
organisches Hirnsyndrom, primärchronische Polyarthritis,
Prostatahypertrophie, Psoriasis, Schizophrenie, Tinnitus, Ulkus
(duodeni und ventriculi), Ulkus cruris, Unfruchtbarkeit und
Zahnfleischer-krankungen.
Der menschliche Körper enthält ca. 4 g
Zink, die für das Wachstum und die regelrechte Funktion des
Stoffwechsels notwendig sind. Zink ist in allen Organen sowie in den
Erythrozyten (rote Blutkörperchen) und Leukozyten (weiße
Blutkörperchen) enthalten und dort vor allem Bestandteil von Enzymen.
Mehr als 200 Enzyme sind heute von der Wissenschaft als abhängig von
Zink bestätigt: kein anderer Mikronährstoff hat eine größere Bedeutung
für die Enzymbildung. Enzyme sind Eiweißkörper, ohne die viele wichtige
Reaktionen im Körper sehr langsam oder erst gar nicht ablaufen würden.
Sie werden auch für den Transport wichtiger Nährstoffe im Körper sowie
für die Bildung von Gewebe und Knochen gebraucht.Würde man in einem
Biochemie-Lehrbuch nachlesen, an welchen Stellen unseres Stoffwechsels
diese Enzyme – und damit auch Zink – wirklich notwendig sind, könnte
man sich vorstellen, in welchem Umfang es bei uns Probleme gibt, wenn
die Zinkzufuhr nicht ausreichend ist.
Knochen, Haut, Haare,
Nägel sowie die Geschlechtsorgane weisen besonders hohe Zinkgehalte
auf. Heute weiß man, daß Zinkmangel bei Männern und Frauen zu
reduzierter Fruchtbarkeit führen kann. Auch kommt es häufiger zu
Missbildungen und Komplikationen während der Schwangerschaft.
Bemerkenswert ist die Bedeutung des Zinks für die männlichen
Geschlechtsorgane. Die Hoden und die Samenflüssigkeit enthalten mit die
höchste Zinkkonzentration im menschlichen Körper. Bei einem niedrigen
Zinkspiegel kann auch die Dichte der Spermien reduziert sein.
Unser
Körper ist auf Zink also wirklich angewiesen, ein Mangel fördert die
Entstehung von Kranheiten. Aus welchen Quellen aber beziehen wir Zink
und ist das überhaupt ausreichend?
Zink in der Nahrung Was
für fast alle Mineralstoffe und Spurenelemente gilt, gilt insbesondere
für Zink: Die in unserer heutigen Ernährung enthaltenen Nährstoffe
können unseren physiologischen Bedarf nicht mehr abdecken. Die
Ackerböden sind infolge jahrzehntelanger Kunstdüngung verarmt.
Dreiviertel unserer Nahrungsmittel werden industriell verarbeitet:
dabei werden ihnen einerseits lebensnotwendige Stoffe entzogen und
andererseits viele gesundheitsschädigende zugesetzt (wir nehmen im
Durchschnitt pro Jahr zwei Kilogramm Zusatzstoffe zu uns). Unsere
modernen Lebensumstände – bestimmt durch Umweltgifte, Autoabgase,
Formaldehyd, radioaktive Strahlung, Stressbelastung – entziehen unserem
Körper weitere Mengen lebenswichtiger Substanzen oder wandeln sie sogar
in Schadstoffe um.
Wir leiden heute schneller an einem Mineralstoff- und Spurenelement- mangel
als einem Vitamin-Mangel. Dies ist nicht nur so, weil unser Körper
imstande ist, einzelne Vitamine teilweise selbst zu bilden,
Mineralstoffe und Spurenelemente aber überhaupt nicht. Vitamine kommen
– in den Pflanzen und Tieren, aus denen wir unsere Nahrung beziehen –
mengenmäßig ziemlich gleichmäßig vor. Dagegen sind die Mineralstoffe
und Spurenelemente auf der Erde höchst ungleich verteilt. Dies trifft
auch auf Zink zu.
In Obst und Gemüse ist der Zinkgehalt sehr
niedrig. Bei Getreide ist der Zinkgehalt in erster Linie vom
Ausmahlungsgrad abhängig, da Zink vorwiegend in den Randschichten
angereichert ist. So enthält Vollkorngetreide zwar relativ viel Zink,
aber gleichzeitig auch Inhaltsstoffe (Phytinsäure), mit denen Zink
Komplexe bildet und dadurch für den menschlichen Körper nicht mehr so
gut verfügbar ist. Durch die Sauerteigführung bei der Brotherstellung
vermindert sich der Gehalt an Phytinsäure, so dass hierzulande auch bei
vegetarischer Ernährung eine ausreichende Zinkversorgung möglich ist.
Die im mittleren Osten üblichen Fladenbrote, die nicht aus Sauerteig
hergestellt werden, macht man für das relativ häufige Auftreten von
Zinkmangel in diesem Gebiet mitverantwortlich. Die wichtigsten Quellen
für Zink sind Fleisch, Fisch, Milchprodukte und Eier. Dunkles Fleisch
(Rind) hat einen höheren Zinkgehalt als helles Fleisch (Huhn). Den
höchsten Gehalt an Zink haben Schalentiere (s. Tabelle).
Nicht
nur, daß uns die heutige Ernährung nicht mehr ausreichend mit Zink
versorgt. Zusätzlich gibt es Zeitabschnitte im Leben, eine besondere
Ernährung oder bestimmte Krankheiten, bei denen sowieso ein erhöhter
Zinkbedarf besteht.
Erhöhte Gefahr von Mangelzuständen
- Schnelles Wachstum: Kindheit und Adoleszenz, Schwangerschaft und Stillzeit
-
Vegetarische und teilvegetarische Ernährung
-
Chronisches Fasten zur Gewichtreduktion
- Verdauungsstörungen: Pankreasinsuffizienz, entzündliche
Darmerkrankungen, Durchfall
-
Starker Alkoholkonsum
-
Diabetes, Leber- und Nierenleiden
-
Chronische Infektionen oder ent
zündliche Erkrankungen (wie rheumatische Arthritis)
-
Gewebezerstörungen: Operationen, Verbrennungen, Herzinfarkt
-
Krebs
Die Folgen von Zink-Mangelzuständen sind
-
Dermatitis, Akne, verzögerte Wundheilung, Haarausfall, Fingernägel (weiße Flecken)
-
Verminderte Geruchs- und Geschmacksempfindung
-
Wachstumsstörungen und -verzögerungen, späte Pubertät
-
Depression, Reizbarkeit, Konzentrationsstörungen, Lernschwächen, Hyperaktivität; Magersucht
-
Schwermetallbelastung, verminderte Resistenz gegen Umweltgifte und Strahlung
- Unfruchtbarkeit bei Männern und Frauen,verminderte Spermienbildung, Ovulationsstörungen
-
Geschwächte Immunreaktion mit Infektionsanfälligkeit
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Bei dieser Anzahl an bereits heute bekannten
Störfaktoren auf eine nicht ausreichende Zinkversorgung, erstaunt es
nicht, dass Zinkmangelzustände in der Praxis äußerst häufig beobachtet
und gemessen werden können.
Für ein besseres Verständnis soll auf die Wirkungsweise von Zink bei den einzelnen Erkrankungen eingegangen werden.
Tabelle: Nahrungsmittel und Ihr Zinkgehalt.
Austern Kalbs-Schweine-Leber Linsen Erbsen (gelb) Haferflocken Bohnen (weiß) Fleisch (Rind, Schwein) Hühnerei |
pro 100 g 100 g 100 g 100 g 100 g 100 g 100 g 1 Stück
| 7 mg 6- 8 mg 5 mg 4 mg 4 mg 3 mg 3 mg 1,5 mg
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Hauterkrankungen, Haarausfall und verzögerte Wundheilung
Neben einer Schwächung der körpereigenen Abwehrkräfte führt Zinkmangel
auch zu einer Schwächung des Wachstums und der Widerstandsfähigkeit von
Haut, Schleimhaut, Haaren und Nägeln. Spröde Fingernägel, stumpfes Haar
und entzündlich veränderte Haut (vorallem Akne), Pickel, Pusteln oder
auch erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Sonnenstrahlung können die Folge
sein. Bei anhaltendem Zinkmangel stellen sich Hautschäden, gestörte
Wundheilung sowie massiver Haarausfall ein. Auch die verzögerte
Wundheilung bei Diabetikern kann mit einem Zinkmagel in Verbindung
gebracht werden.
Großflächige Wundflächen, wie sie z.B. bei Verbrennungen auftreten,
sind Ursache für einen erhöhten Zinkverlust. Der Prozess der
Wundheilung ist mit einer erhöhten Zellteilung und verstärkten
Proteinsynthese verbunden. Zink fördert durch seinen Einfluss auf die
Zellteilung sehr stark den Wundheilungsprozess. Man sollte daher gerade
nach Operationen auf eine ausreichende Zinkversorgung des Körpers
achten.
Verminderte Geruchs- und Geschmacksempfindung
Ein wichtiges Mangelsymptom bei Zinkdefizit besteht in Veränderungen im
Geschmacks- und Geruchssinn. Der Zinkmangel kann verschiedene Ursachen
haben, z.B zu wenig aufgenommenes Zink durch Ernährungsfehler oder ein
erhöhter Bedarf, wofür vor allem toxische Substanzen ursächlich sind.
Möglich ist auch eine Verwertungsstörung, wie sie beispielsweise bei
einer Leberzirrhose gegeben ist. Auch Entzündungen der
Bauchspeicheldrüse und Diabetes führen zu Zinkverlusten.
Wachstum
Zink ist unentbehrlich für das Wachstum beim Menschen. Besonders
Jugendliche in der Wachstumsperiode haben einen erhöhten Zinkbedarf.
Während der Pubertät benötigt der Körper mehr Zink für die Entwicklung
und Funktionen der Geschlechtsorgane. Es erstaunt deshalb nicht, dass
bei vielen Jungen und Mädchen Zinkmangelzustände häufig sind.
Psychische Erkrankungen, geistige Störungen
Daß Geisteskrankheit mit der Ernährung in Zusammenhang stehen kann,
wurde zum erstenmal entdeckt und wissenschaftlich dokumentiert, als man
herausfand, daß Pellagra (mit Depressionen, Durchfall und Schwachsinn)
mit Niacin geheilt werden konnte. Danach zeigte sich, daß eine
Behandlung mit dem gesamten Vitamin-B-Komplex noch mehr gute Wirkungen
hatte als Niacin alleine.
Die Anzeichen, daß geistige oder psychische Störungen biochemische
Ursachen haben, nehmen zu. Experimente haben gezeigt, daß die Symptome
von geistigen Erkrankungen sozusagen ein- und ausgeschaltet werden
können wie ein Lichtschalter, indem man den Vitaminspiegel im Körper
verändert. So ist Zinkmangel oft mit Apathie, Lethargie, Depressionen,
Konzentrationsstörungen, Psychosen, Schizophrenie verbunden.
Behandlungserfolge wurden auch bei der Magersucht erzielt. Beginnend
mit Zinkdosierungen von 3-mal täglich 15 mg und einer allmählichen
Steigerung bis zu 3-mal 50 mg täglich während eines Zeitraums von 4
Monate konnte eine signifikante Normalisierung des Körpergewichts, des
Appetits und des Geschmacksempfindens erzielt werden. Auch die
Depressionen ließen nach.
Schwermetallbelastungen
Zusammen mit Selen ist Zink in der Lage, giftige Schwermetalle aus dem
Körper zu schleusen oder sie durch Bindung unschädlich zu machen. Das
gilt bei chronischen Vergiftungen mit Metallen wie Blei, Cadmium,
Quecksilber, Aluminium usw.
Unfruchtbarkeit bei Männern und Frauen
Zinkmangel führt beim Mann und bei der Frau zu Unfruchtbarkeit und ist
ein häufiger Grund für ungewollte Kinderlosigkeit. Die Prostata ist das
Organ mit dem höchsten Zinkgehalt, gefolgt von der Bauchspeicheldrüse
und den Augen. Ohne Zink im Prostatasekret sind die Spermien
unbeweglich.
Auch Schwangerschaftskomplikationen können durch einen Zinkmangel
ausgelöst sein (als Folge davon können auftreten
Wachstumsverzögerungen, Plazentaablösungen, Fehlgeburten, Frühgeburten,
Missbildungen...).
Auch Gebärmuttermyome und Zysten in der Brust können in vielen Fällen
durch einen Mangel an Zink verursacht sein. Die Normalisierung des
Zink-Haushalts führt in der Regel zu einer signifikanten Verbesserung
der Krankheitssymptome.
Immunsystem
Eine unzureichende Zinkversorgung hat meist zuerst Auswirkungen auf das Immunsystem.
Allergien, Autoimmunerkrankungen oder Infektanfälligkeiten können die Folge sein.
Weiter scheint Zink eine Schleimhaut abschwellende Wirkung zu besitzen
(beispielsweise bei Nebenhöhlenentzündung oder Mittelohrentzündung aber
auch bei Angina).
Wie Vitamin C besitzt Zink eine antivirale Wirkung, besonders auf
einige Formen von Rhinoviren (Schnupfen), die häufig an der Entstehung
einer Erkältung beteiligt sind.
Lebererkrankungen
Es überrascht nicht, daß Zink für die Gesundheit unserer Leber von
enormer Bedeutung ist. Schließlich ist die Leber eine Art Enzym- oder
Stoffwechsel-Zentrale unseres Körpers. Und Zink ist an sehr vielen
Enzymfunktionen beteiligt. Deshalb sollte bei allen Lebererkrankungen,
wie beispielsweise bei der alkoholbedingten Leberzirrhose, der
Zink-Versorgungszustand überprüft und bei einem Mangel entsprechend
supplementiert werden.
Hypoglykämie und Diabetes
Diabetiker wiesen besonders häufig eine Unterversorgung mit dem
Spurenelement Zink auf. Aus wissenschaftlichen Untersuchungen ist
bekannt, dass Diabetiker zum Teil eine um die Hälfte niedrigere
Zinkkonzentration im Blut aufweisen als gesunde Probanden. Bei
Typ-1-Diabetikern ist der Zinkwert noch geringer als bei
Altersdiabetikern.
Durch den Zinkmangel sind bestimmte Stoffwechselvorgänge beim
Diabetiker beeinträchtigt: Zink ist funktionell am Zuckerstoffwechsel
beteiligt. Über das Enzym Carboxypeptidase – es katalysiert die
Umwandlung von Proinsulin in Insulin – beeinflußt Zink den
Zuckerstoffwechsel. Noch wichtiger ist, dass Zink in der
Bauchspeicheldrüse in Form eines Zink-Insulin-Komplexes gespeichert
wird. Bei einer Unterversorgung wird die Insulin-Aktivität und
–Neusynthese beeinträchtigt und der Glukosetransport vermindert.
Ein Zinkmangel führt darüber hinaus gerade bei Diabetikern zu einer verzögerten Wundheilung.
Arthritis
Arthritis ist eine chronische, in Schüben verlaufende entzündliche
Erkrankung, die in erster Linie die Gelenke betrifft, sich aber auch
auf Organe ausweiten kann. Typische Beschwerden sind Morgensteifheit,
Schwellung, Bewegungs- und Druckschmerz. Mit fortschreitender
Gelenkzerstörung kommt es zu typischen Verformungen, z.B an den Händen
oder Füßen. Wird bei Arthritis Zink gegeben, ist eine Besserung der
Gelenkschwellungen, der Steifheit, der Gehleistung und des
Allgemeinzustandes zu beobachten. Viele Rheuma-Medikamente (z.B.
Cortison) können langfristig Zinkmängel verursachen. Bei einer
Verordnung dieses Medikaments sollte mann deshalb parallel ein
Zink-Präparat einnehmen.
Erkrankungen des Auges
Inder Netzhaut findet man die höchste Zinkkonzentration im Körper. In
mehreren Untersuchungen wurde Zinkmangel mit
Netzhaut-Funktions-störungen in Verbindung gebracht. Zwischen Vitamin A
und Zink bestehen enge funktionelle Beziehungen. Durch Zinkmangel kann
ein Vitamin-A-Mangelsymptom wie Nachtblindheit noch verstärkt werden.
Auch bei der Makula-Degeneration, der häufigsten Ursache für
Sehstörungen und Sehverluste im Alter, kann eine Zinksupplementiereung
-neuesten Studien zufolge- bemerkenswerte Erfolge erzielen.
Überdosierung
Im Unterschied zu den sehr häufigen Mangelzuständen werden
Zinküberdosierungen sehr selten beobachtet. Erst bei Dosierungen von
über 150 mg Zink pro Tag kann der Stoffwechsel anderer Mineralstoffe,
besonders Eisen, Kupfer und Mangan, gestört werden. Das liegt daran,
dass verschiedene Metalle mit ähnlichen Eigenschaften sich im Körper
gegenseitig verdrängen und beeinflussen können.
Zusammenfassung
Die Informationen machen deutlich, daß Zink für viele körperliche
Prozesse eine entscheidende Funktion einnimmt. Und welch schwerwiegende
Folgen ein Mangel haben kann. Da unsere Nahrung Zink nicht mehr in
ausreichender Menge zur Verfügung stellt, ist es ohne Zweifel
empfehlenswert Zink als Nahrungsergänzungsmittel zuzuführen. Selbst der
von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) im Auftrag des
Bundesministeriums für Gesundheit herausgegebene aktuelle
Ernährungsbericht über die Ernährungssituatiuon in Deutschland macht
deutlich, daß das Spurenelement Zink zu den Nahrungsbestandteilen
gehört, bei dem mit üblicher Ernährungsweise das Risiko einer
Unterversorgung mit am höchsten ist. Da die DGE in ihren
Nährstoffempfehlungen sonst immer sehr zurückhaltend ist, will das
etwas heißen.
Aus orthomolekularer Sicht werden täglich 15 – 50 mg Zink
empfohlen. Zum Ausgleich von Mangelzuständen und im Krankheitsfall sind
höhere Dosierungen angezeigt.


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